Halle/Gommern (bjr) l Dirk Heinrichs musste nicht warten, bis ihm in der zweiten Halbzeit mit Jens Schmidt und Philipp Eckhardt nach der jeweils dritten Zeitstrafe der etatmäßige Mittelblock ausgefallen ist. Er musste auch nicht warten, bis die Schlusssirene ertönte und auf das Anzeigetafel ein 27:22 aus Sicht des USV Halle II aufleuchtete. In den Worten des Trainers vom SV Eintracht Gommern war der gestrige nämlich "von der ersten Minute an ein rabenschwarzer Tag". Dass am Ende der gastgebende Süd-Verbandsligist über den Aufsteiger zur Sachsen-Anhalt-Liga die Pokal-Oberhand behielt, war nur logisch.

Bereits in der ersten Halbzeit liefen die Gäste einem ständigen Rückstand hinterher. Trotz des 11:11 zur Pause war bereits erkennbar: "Es war keine 100-prozentige Konzentration bei uns da. Die Abwehr hat nicht richtig zugefasst, im Angriff ist uns wenig gelungen." Als in der zweiten Halbzeit auch noch Pech hinzukam, sich die Holztreffer häuften und der USV II (ehemals HC Einheit) aufbauend auf einer starken Torhüterleistung davonzog, war das Pokal-Aus des SV Eintracht besiegelt. An einem Tag wie diesem "ist Halle mit wenig Aufwand zum Erfolg gekommen, während wir uns das Leben selbst ein wenig schwer gemacht haben", kritisierte der Coach.

Ein Gutes hatte die Niederlage nach Ansicht von Heinrichs dann doch für sich: "Lieber lassen wir im Pokal Federn, als dass wir in der Liga wichtige Punkte für den Klassenerhalt liegenlassen."