Weißenfels/Burg (ahf) l Der Burger VC 99 erlebte einen rabenschwarzen Sonnabend. Angesichts einer staubedingten Vier-Stunden-Anreise war der Punkt aus dem erzwungenen Tie-Break gegen Rot-Weiß Weißenfels bei der 2:3 (-21, 23, -22, 23, -13)-Niederlage im Gastspiel der Volleyball-Landesoberliga sogar noch Gold wert.

Ein LKW-Unfall auf der A 14 hielt den BVC-Reisetrupp lange auf. Während zumindest fünf Spieler den Burgenlandkreis einigermaßen pünktlich erreichten, musste der zweite Wagen um einiges länger ausharren. "Wir haben Glück, dass die Schiedsrichter so lange geblieben sind und wir mit Weißenfels aus dem vergangenen Winter noch eine Rechnung offen hatten, als es die Reise zu uns gar nicht erst antrat", erklärte Mittelblocker Sebastian Behr die etwas seltsame Situation. Hätten die Unparteiischen nämlich nicht eineinhalb Stunden auf das Eintreffen der Gäste gewartet, wäre das Spiel mit 3:0 für die Gastgeber gewertet wurden.

Nach vier Stunden im Auto waren die Beine der Ihlestädter entsprechend schwer. So war es nicht verwunderlich, dass die Gastgeber, die vor dem Sonnabend noch ohne Punktgewinn dastanden, den ersten Satz für sich entschieden. In der Kategorie "verschlafen", verbuchte Behr, der Jessyka Postolla als Spielertrainer vertrat, den 21:25-Satzverlust. Sein Team stellte im zweiten Satz um. So kam Hendrik Kliefoth für Sören Lambrecht ins Spiel. Die Maßnahme brachte den erhofften Erfolg. Die Gäste ließen es erst zum Ende hin knapp werden. So eng, wie es das Ergebnis von 25:23 vermuten ließ, war es also nicht.

Der dritte Satz ging erneut an die Gastgeber. Nachdem Ralf Sieber in der Mitte des Satzes eine kleine Auszeit auf der Bank brauchte, mussten die Gäste die 2:1-Führung der Rot-Weißen erdulden. "Gewinnen wir den dritten Satz, ist das Spiel zu unseren Gunsten entschieden." So ging es für die 99er darum, wenigstens den Tie-Break und damit einen Punkt zu erzwingen. Mit 25:23 gelang dies dann auch. "Nach dieser katastrophalen Anreise war uns dieser Punktgewinn sehr wichtig, auch wenn es ein Krampf war", fasste Behr zusammen. Im Entscheidungssatz ging den angeschlagenen Patrick Baldeweg und Behr die Luft aus, so dass Weißenfels den ersten Punktgewinn in der Saison feierte. "Unter den gegebenen Umständen haben wir immerhin einen Punkt geklaut", so Behr versöhnlich. Auch der Blick auf die Tabelle hob die Stimmung. Bis zum kommenden Wochenende grüßt der BVC von der Spitze.