Zum neunten Mal riefen das Burger Rolandgymasium, die Sparkasse Jerichower Land und die LG Ihleläufer am Sonntag zum Burger Rolandlauf. Insgesamt 375 Athleten folgten der Einladung und haben die Teilnahme sicher nicht bereut.

Burg l Für Sebastian Anselm hat sich am Sonntag gewissermaßen der Kreis geschlossen. Obwohl mittlerweile Magdeburger, trägt der 26-Jährige die alte Heimat Burg im Herzen. Das Abitur hat er am Rolandgymnasium abgelegt, den ersten Rolandlauf vor fünf Jahren gewonnen. Viel mehr Gründe, um den Siegerpokal noch einmal mitzunehmen, konnte es also kaum geben. Gesagt, getan: Als Erster unter den 10,5-Kilometer-Startern überquerte Anselm den Zielstrich. "Für diese Jahreszeit ganz okay", meinte er mit Blick auf die seine Zeit von 38:44 Minuten.

Dagegen erlebte man den Zweitplatzierten über die lange Runde, Ingo Starke vom PSV Burg, staunend vor dem Aushang mit den Ergebnissen: "Eine 40er-Zeit - damit bin ich super zufrieden."

Diese Ansicht dürfte Beate Bolle geteilt haben. Die Starterin vom Genthiner Lauf- und Triathlon kam nach 51:27 Minuten ins Ziel ein und war hinter Katrin Daul von der LG Roland Haldensleben schnellste Frau über die zehneinhalb Kilometer. Dahinter folgte mit Maria Cisek (55:28 Minuten) die erste Lokalmatadorin aus Burg - Platz zwei in der Altersklasse W 45.

Bedingt durch den anhaltenden Regen der vergangenen Tage waren die Streckenabschnitte durch den Flickschupark sowie das Bürgerholz entsprechend anspruchsvoll. Am Lauftag selbst sorgte die Oktobersonne für beste Bedingungen, die auch die jüngsten Teilnehmer zu Höchstleistungen nutzten.

So sicherte sich Erik Graper von den Kanuten des SV Chemie Genthin den Sieg über die 2,2 Kilometer lange Schülerstrecke. Es folgte die große Riege des gastgebenden Burger Rolandgymnasiums mit Maximilian Fischer, Maximilian Müller und Vincent Andert sowie Lilian Alexander. Die 13-Jährige, sonst für die TSG Grün-Weiß Möser erfolgreich unterwegs, sicherte sich in 9:14 Minuten den Titel als schnellstes Mädchen über diese Distanz.

Auch im Saisonendspurt schnell unterwegs

Kurze Zeit später lief auch Paul Weinmann (Genthiner Lauf- und Triathlonverein) ein. Nach seinem Saisonhöhepunkt, dem Sieg beim Berliner Halbmarathon, zeigte sich der 19-Jährige auch im Saisonendspurt bestens aufgelegt und entschied die Gesamtwertung über 6,5 Kilometer für sich. Dass der neue und alte Sieger in der Gesamtwertung des Elbe-Ohre-Cups tags zuvor bereits den Harz-Gebirgslauf in Wenigerode bewältigt hatte, ließ er sich nicht anmerken. Nach Platz zwei am Sonnabend legte er in Burg eine Zeit von 23:27 Minuten hin und ließ die Konkurrenz hinter sich. "Der Harz-Gebirgslauf war natürlich aufgrund des Streckenprofils kräftezehrend. Umso zufriedener bin ich mit meiner Zeit."

Ein Wiedersehen mit ihm und vielen anderen gibt es am kommenden Sonntag wenn der 11. Magdeburg-Marathon auf weiten Streckenteilen durch das Jerichower Land führt. Über die Halbdistanz geht Weinmann ohne Druck ins Rennen: "Ich will einfach gucken, was für mich möglich ist." Über die vollen 42 Kilometer geht es hingegen für Sebastian Anselm: "Viele brechen zwischendrin ab, eine Zielvorgabe habe ich mir daher nicht gesteckt. Ich will einfach versuchen, so schnell zu laufen wie es geht."