Die beständige Arbeit des TSV Einheit Burg hat sich einmal mehr ausgezahlt. Am Montag fand in Magdeburg das Landesfinale der Sterne des Sports statt. Der mit 1500 Euro dotierte zweite Platz ging an den Regionalsieger aus dem Jerichower Land.

Magdeburg/Burg l Der kleinen Femke ist der Trubel an der Arbeitsstelle ihrer Mutti am Montagabend doch ein bisschen zu viel geworden. Antje Buschschulte - nach ihrer aktiven Karriere als Leistungsschwimmerin mittlerweile Büroleiterin von Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei - verließ daher samt Töchterchen den Festsaal in der sachsen-anhaltischen Regierungsbehörde, noch ehe der Festakt begonnen hatte.

Nicht schlimm, schließlich stand in Person von Britta Steffen eine mehr als würdige Ablösung bereit. Auch wenn man sich bei ihr an das "Ex" vor der Schwimmerin noch mehr gewöhnen muss als bei Buschschulte. Gemeinsam mit Sachsen-Anhalts "oberstem Sportler", Innenminister Holger Stahlknecht, sowie Dr. Petra Tzschoppe, Vizepräsidentin Breitensport und Soziales beim Landessportbund (LSB), überreichte Steffen die drei Auszeichnungen und zwei Förderpreise an die fünf Finalisten.

Ein bisschen mit der Fassung ringen musste die Burger Delegation um Sonja Kaffka, Bettina Körtge und Matthias Regenberg, als ihr Name genannt wurde. Mit dem zweiten Platz unter insgesamt 92 Vereinen ließ sich wahrlich gut leben, im Vorfeld aber eben nicht rechnen. Entsprechend groß war die Überraschung, dass der TSV Einheit hinter der Kampfsportgemeinschaft "Jodan Kamae" Zeitz einen der begehrten Silbersterne in die Stadt der Türme holte. Sportmanagerin Kaffka erklärte anschließend, wohin das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro fließen soll: in die gezielte und leistungsorientierte Vernetzung des Behindertensports im Jerichower Land. "Bisher haben sich bereits 30 Kinder aus dem Landkreis gefunden, die an dem Projekt teilnehmen", schilderte Kaffka die Einzelheiten von "Inklusion mit Tradion - Behindertensport im Verein".

Etliche Landes- und Deutsche Meister hat der TSV Einheit in jüngerer Vergangenheit bereits hervorgebracht. Und wer weiß: Vielleicht tritt die "neue Generation" schon bald in diese Fußstapfen? Steffen Trost, Vorstandsmitglied der Volksbank Jerichower Land, begleitete den Verein nach Magdeburg und scheint wenig Zweifel zu haben: "Hier wird seit 15 Jahren erfolgreiche Arbeit geleistet." Dass diese am Montag belohnt wurde, war umso erfreulicher.

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