Burg (bjr) l Als hätte es die Knieprobleme der vergangenen Landesoberliga-Saison nie gegeben, hüpfte Sebastian Behr vom Burger VC 99 gestern nach jedem erfolgreichen Angriffsschlag wie aufgezogen über das Parkett der Sporthalle Burg-Süd. Der Mittelblocker hatte jedoch allen Grund: In die Knie mussten am Ende eines kurzen Volleyball-Nachmittags nur die Gäste gehen. Der BVC 99 gab sich beim glatten 3:0 (17, 20, 18)-Erfolg über den Aufsteiger keine Blöße. "Dafür, dass wir in solchen Spielen gern Punkte liegen lassen, bin ich absolut zufrieden. Das Ziel waren ohne Wenn und Aber drei Zähler und die haben wir hier behalten", zeigte sich Trainerin Jessyka Postolla versöhnt.

Vor dem Wenn und Aber stand das Wie. Und dabei machten es die Gäste den Burgern ausgesprochen leicht. "Bei Satzständen, in denen das Spiel hätte kippen können, hat Zeitz die Fehler begangen. So sind wir nicht in irgendein Loch gefallen und konnten unseren Stiefel herunterspielen", fasste die BVC-Trainerin zusammen. Angefangen mit taktischer Disziplin bei den Aufschlägen, über das zusehends variablere Zuspiel, bis zum druckvollen Angriff am Netz marschierte ihr Team förmlich durch die drei Durchgänge. Schlichen sich doch einmal kurze Wackler ein, wurde prompt und richtig reagiert. "So wie wir mit Dennis Raab und Dirk Hagendorf als Zuspieler gut variieren konnten, haben sich auch Jannek Pukall und Carsten Graßhoff in der Annahme klasse ergänzt." In der derzeitigen Form könnte auch in zwei Wochen bei den starken Anhalt Volleys über das Dessauer Parkett gehüpft werden.

Burger VC: Raab, Hagendorf, A. Behr, Kliefoth, S. Behr, Lambrecht, Müller, Baldeweg, Graßhoff, Pukall