Güsen (bjr) l Angesichts seiner drei Treffer konnte sich Christian Vormeister am Sonnabend gegen die Auszeichnung "Mann des Spiels" schlecht wehren. So schoss der Offensive des SV Germania Güsen im Heimspiel der Fußball-Landesklasse, Staffel II, die SG Blau-Weiß Neuenhofe beim 3:1 (2:0)-Erfolg quasi im Alleingang ab. Letztlich war der Sieg des Aufsteigers jedoch vor allem eins: ein Verdienst des gesamten Teams. So sah es auch Trainer Hartmut Kober: "Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung."

So profitierte Vormeister, der Josef Bonitz in dessen angestammter Rolle als "Torjäger vom Dienst" vertrat, auch von der Vorarbeit der Kollegen. Die Treffer zum 1:0 (3.) und 2:0 (41.) etwa fielen nach ähnlichem Muster: gute, schnelle Kombinationen über die Außenbahnen, Durchsetzungsstärke und mustergültiger Pass auf den Abnehmer. "Die Vorgaben - Laufbereitschaft, Doppelpässe, flaches Spiel - haben die Jungs prima umgesetzt", lobte Kober, der angesichts des souveränen Auftritts mit Toren zum optimalen Zeitpunkt einen ruhigen Arbeitstag an der Seitenlinie verlebte.

Dass der Coach den Liegestuhl doch nicht aufklappen konnte, lag daran, dass die Gäste Moral bewiesen und in Person von Michel Hollweg den Anschluss herstellten (63.). Aber da war ja noch Vormeister: Nach einem kurzen Schreckmoment in der eigenen Gefahrenzone tauchte die Güsener Sturmspitze wieder vor dem Gästetor auf und vollendete zum - wenn auch nicht ganz lupenreinen - Hattrick (63.).

Wenngleich die Germania durch Heimsieg Nummer zwei in der Tabelle viel Boden gut machte, lautet die Devise "nachlegen". Die Aufgabe, die sich in einer Woche mit dem Auswärtsspiel in Zerbst stellt, ist gewiss keine leichte - mit einem ähnlich kompakten und zugleich frechen Auftritt wie zuletzt allerdings auch keine unlösbare.

SV Germania Güsen: Meier - T. Lamprecht, Schüßler, Linnecke, F. Golz (86. M. Golz), Schenk, Buchheim, Pohl, Elsner, F. Lamprecht (90. Richter), Vormeister

Tore: 1:0, 2:0 Christian Vormeister (3., 41.), 2:1 Michel Hollweg (62.), 3:1 Christian Vormeister (63.); SR: David Siegel (Magdeburg), Martin Seidl, Holger Kurzmann; ZS: 161