Dreimal konnte der SC Hellas Burg den Sparkassenpokal bereits in die eigene Vitrine stellen. Bei der kürzlich durchgeführten sechsten Auflage "entführte" hingegen die SG Einheit Rathenow die Trophäe. Für die Burger Nachwuchs-Schwimmer kein Beinbruch, glänzten sie doch außer mit Gesamtplatz drei auch durch reihenweise Bestleistungen.

Burg l Während der Sommermonate konnte man Jörg Rehbaum häufiger auf dem Nie- gripper See beobachten. Ganz entspannt kraulte der Bürgermeister der Stadt Burg vor sich hin und freute sich mit einigem Stolz: "Mittlerweile schaffe ich es einmal quer durch den See, von Ufer zu Ufer." Die Nachwuchsschwimmer des SC Hellas konnten über die Errungenschaften des Stadtoberhauptes allerdings nur müde lächeln. Sie traten beim 6. Burger Sparkassenpokal in einen ernstzunehmenden Wettstreit - gegen die Uhr und gegen sechs andere Vereine aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg: den SC Magdeburg, die Wasserfreunde Brandenburg, den SC Hellas Magdeburg, den TV "Gut Heil" Zerbst, den ASC Brandenburg sowie gegen die SG Einheit Brandenburg.

Letztere erwies sich in den insgesamt 22 Wettkämpfen der Jahrgänge 2008 bis 1997 neben der SCM-Kaderschmiede als hartnäckigster Burger Konkurrent. Im Schlussspurt fingen die Rathenower Magdeburg noch ab und der Gesamtsieg ging nach Brandenburg. Die Burger folgten mit dem hauchdünnem Rückstand von sieben Punkten auf Platz drei.

Insgeheim hatte Frank Wedekind, Vorsitzender des SC Hellas, zwar mit einer erfolgreichen Titelverteidigung geliebäugelt, doch auch der Bronzerang war aller Ehren wert. "Für Neid ist kein Platz, der Erste ist nunmal vorn", sagte Wedekind und fügte hinzu: "Entscheidender als die Platzierung ist für uns, dass sich die Jungen und Mädchen in ihren Zeiten verbessern. Vereinsrekorde und Jahresbestleistungen sind unser Gradmesser."

Allen voran Francesca Behling nahm sich die Worte offenbar zu Herzen. Nicht nur, dass sie ebenso wie Sebastian Herms fünf erste Plätze zum Gesamtergebnis beisteuerte, über die 200 Meter Freistil stellte sie zudem einen neuen Vereinsrekord des Jahrgangs 1997 (3:17,12 Minuten) auf. Das Maß der Dinge unter den Jüngeren war Lara Joan Parschau (Jahrgang 2004), die mit dreimal Platz eins sowie einmal Rang zwei die Konkurrenz in die Schranken wies. Ihre größte Widersacherin war dabei eine gute Freundin: Vereinskollegin Alina Herrmann räumte mit zweimal Rang eins und dreimal Platz zwei hinter Lara Joan groß ab. Fast alle der 51 Burger Starter erzielten zudem neue persönliche Bestzeiten.

Angesichts der starken Ergebnisse konnte mit Steffen Burchhardt auch der zweite Ehrengast des Tages nur anerkennend die Brauen heben. Und fast wäre aus dem heutigen Landrat übrigens in Jugendjahren auch ein Leistungsschwimmer geworden, "aber mein Freundeskreis hat dafür gesorgt, dass irgendwann der Fußball die Hauptrolle spielte."

   

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