Biederitz (bjr) l Marcus Schmidt musste unlängst ein ernstes Wörtchen mit der Freundin von Robert Roß reden. Dem Teamkapitän des DJK TTV Biederitz kam es alles andere als zupass, dass Roß` Angetraute ihren Lebensmittelpunkt von Magdeburg nach Aschersleben verlagerte. Die gemeinsamen Trainingseinheiten mit dem Kapitän des MSV Hettstedt gehören somit der Vergangenheit an. Heute um 18 Uhr gibt es derweil im Tagesgeschäft der Oberliga, Staffel Mitte, ein Wiedersehen der beiden - dann jedoch als Kontrahenten. Zuvor gastiert bereits der Post SV Mühlhausen III um 13 Uhr in der Biederitzer Ehlehalle und läutet den Doppelspieltag ein.

In beiden Duellen erwartet Schmidt "Spiele auf absoluter Augenhöhe. Es würde mich nicht wundern, wenn es zweimal in die Verlängerung geht und am Ende ein 8:8 oder 9:7 steht." Nur ein 7:9 will sich der DJK-Sechser weder mittags noch am Abend leisten. Schließlich winkt die Tabellenspitze, die die Biederitzer vom HTTC Wernigerode übernehmen könnten. "Abgesehen davon, dass die Zielstellung vor jedem Spiel `gewinnen` lautet, will man natürlich oben dran bleiben. An den Blick auf die Tabelle könnten wir uns ohnehin derzeit gewöhnen", so Schmidt. Immerhin rangiert seine Mannschaft derzeit vor den Hettstedtern auf dem zweiten Platz. Daraus eine Favoritenrolle abzuleiten, wäre jedoch eine falsche Überlegung. "Mühlhausen hat etwa in Zeulenroda gewonnen, während wir dort verloren haben."

In welcher Besetzung die Gastgeber heute an die Tische gehen, entscheidet sich erst vor dem ersten Spiel und hängt von der Personalie Michél Görner (Meniskus-Teilriss) ab. "Mal sehen, wie der Belastungstest verläuft. Je nachdem treten wir in Bestbesetzung, mit Verstärkung von unten, durch die Jugend oder einem anderen `Joker` an. Denkbar ist vieles", so Schmidt vielsagend.