Dessaau/Burg l Einen schönen Volleyball-Nachmittag erlebte die Mannschaft des Burger VC 99 bei den Anhalt Volleys trotz der 1:3 (0; -19; -24; -22)-Niederlage in der Landesoberliga. Dass die Ihlestädter trotz eines sehr guten Spiels keine Punkte holten, lag vor allem daran, dass die Gäste ihre Satzbälle nicht nutzten.

"Die Partie war sehr fair und wir haben gut gespielt", so Sebastian Behr, der aber zugeben musste: "Dass wir keinen Punktgewinn erzielt haben, ist natürlich schon irgendwie ärgerlich." Dabei begannen die Gäste mutig und ohne Respekt vor ihrem Gegner, sodass sich ein enger, hart umkämpfter erster Satz entwickelte. Doch zwei vergebene Satzbälle auf Seiten des Burger Teams ließen die Anhalt Volleys jubeln. 26:24 hieß es am Ende auf der Anzeige. Da die Gastgeber jedoch einen nicht spielberechtigten Akteur einsetzten, ging der Satzgewinn an die Gäste.

Die Pause, die das Schiedsgericht jedoch benötigte, um das Regelwerk zu studieren und eine Lösung in dieser Frage zu präsentieren, bekam dem BVC nicht ganz so gut. Erst Mitte des zweiten Satzes fanden die Ihlestädter wieder ins Spiel. Die Dessauer schafften mit 25:19 den Ausgleich.

"Der Knackpunkt war dann sicherlich der dritte Satz, in dem wir es nicht schafften, einen unserer drei Satzbälle erfolgreich zu verwandeln", fasste Sebastian Behr zusammen. Besonders der Block der Volleys war in dieser Phase das größte Hindernis. So gab der BVC auch diesen Satz noch ab.

Erst im letzten Satz ging den Gästen die Luft aus. Dass sie aber so lange auf Augenhöhe der Dessauer spielten, überraschte selbst Sebastian Behr, der dachte, der Ausfall seines Bruders Alexander würde schwerer wiegen: "Libero Janek Pukall und Ralf Sieber haben das wunderbar gelöst. In der Annahme mussten sie erst die Abstimmung finden, aber sonst war Ralf ein gleichwertiger Ersatz."

Auch wenn der BVC ohne Punkte die Heimreise antrat, machte der Auftritt der Burger dennoch Mut im nächsten wegweisenden Duell gegen die Reserve des USC Magdeburg.