Magdeburg/Güsen (bjr) l Der SV Germania Güsen und die späten Gegentreffer - ein neues Kapitel dieser leidvollen Geschichte wurde am Sonnabend aufgeschlagen. Beim SV Arminia Magdeburg musste der Aufsteiger zur Fußball-Landesklasse, Staffel II, in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Treffer zum 1:1 (0:0)-Endstand hinnehmen. "Ich weiß nicht, warum wir nicht die Konzentration bis zum Ende wahren und aufhören, Fußball zu spielen. Aber es war wie im Spiel bei Fortuna Magdeburg II, als wir in der 89. Minute durch einen Elfmeter Punkte liegen lassen. Die Enttäuschung ist riesig groß", bekannte SVG-Kapitän Robert Schüßler.

Ihn und das Team wird es nur wenig trösten, dass auch Gastgebertrainer Thomas Tietz von einem "glücklichen" Punktgewinn sprach. Arminia-Stürmer Philip Posselt stand in besagter 92. Minute im Abseits, als ein Ball der Güsener vor seinen Füßen landete und er zum überraschenden wie schmeichelhaften Ausgleich einschob.

Zuvor hatten jedoch die Gäste mehr vom Spiel. Ihnen boten sich noch vor dem Führungstreffer durch Christian Vormeister (71.) zahlreiche Hochkaräter, ein ums andere Mal wurde der SV Germania auch nach streitbaren Abseitsentscheidungen zurückgepiffen und ein Handelfmeter blieb ungeahndet. "Sicher müssen wir uns aufgrund der Chancenverwertung selbst hinterfragen. Mit einem 2:0 im Rücken hätten wir mehr Ruhe gehabt. An der Effektivität müssen wir auch unbedingt arbeiten, denn das Restprogramm bis zur Winterpause hat es in sich und wir müssen unbedingt noch den ein oder anderen Punkt sammeln", lobte Schüßler aus.

SV Arminia: Liebig - Keller (46. Schmidt), Schneider, Ludwig, Liesegang, Köhler, Gasch, Sturm, Fritzsche (64. Tautz), Posselt, Geier

Güsen: Meier - T. Lamprecht, Schüßler, Henning, C. Kopp, Buchheim, Pohl, F. Golz (85. Richter), Vormeister, F. Lamprecht, Bonitz

Tore: 0:1 Christian Vormeister (71.), 1:1 Philip Posselt (90.+2); SR: Heinz Schwarzlose (Rogätz), Rainer Wielinski, Nils Friedrich; ZS: 53