Überwiegend erfolgreich gestalteten die Burger Schachspieler den 3. Spieltag. Allen voran die erste Mannschaft überzeugt nach dem Verbandsliga-Aufstieg durch Stabilität. Für den Burger SC II stand sogar ein Kantersieg zu Buche.

Burg (jst/bjr) l Dagegen ist die dritte Mannschaft - Aufsteiger zur Bezirksoberliga - nach ihrem Höhenflug wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Verbandsliga

Burger SC I -

Reideburger SV Halle 4:4

Beide Mannschaften traten ähnlich stark an. Punktegarant Bastian Deubler riskierte im Mittelspiel viel und geriet wie sein Gegner, der dank aktiverer Läufer gewann, in Zeitnot. Gegen die spielstarke Claudia Eckhardt wickelte Dr. Marco König bis ins Endspiel ab; mehr als Remis ging jedoch nicht. Herbert Großmann erbeutete früh den Turm für zwei Bauern, opferte dann die Qualität, bis der schnell ziehende Gegner nach hartnäckigem Kampf das ausweglose Endspiel aufgab. Bernd Domsgen stand stets etwas passiv. Nach Dametausch sah sein Gegner trotz Mehrbauer keinen Gewinnweg mehr in Zeitnot. Ingolf Sobiechowskis Gegner versuchte mit langer Rochade zu entkommen, woraufhin der Burger im Folgezug fast Matt zu setzen drohte und ihm den Qualitätsgewinn einbrachte, der am Ende zum Sieg reichte. Erich Granitzki spielte gegen seine eigene Eröffnung. Fatalerweise lehnte er Remis voreilig ab und verlor etwa zehn Züge später. André Berger vergewisserte sich erst an den übrigen Brettern, ehe er nach 14 Zügen Remis annahm, obgleich er aktiver stand. Bei Frank Wagner ging es hoch und runter: Zuerst leicht unter Druck, eroberte er einen Bauern, den er später einbüßte. Sein Gegner besaß deutlich weniger Zeit und bot Remis. Ein 4:4 wäre hinnehmbar gewesen. Aber obwohl keineswegs besser stehend, lehnte der Burger Remis ab. Alle hielten die Luft an. Wagner schwitzte, der Gegner zeigte Nerven und bot drei Züge später nochmals Remis, das der Burger diesmal annahm. Obwohl mehr möglich war, ist Aufsteiger Burg I durch das 4:4-Remis nun Dritter und noch unbesiegt.

Burg I: Dr. König 0.5, Großmann 1, Domsgen 0.5, Sobiechowski 1, Granitzki, Deubler, Wagner 0.5, A. Berger 0.5

Bezirksoberliga Nord

Burger SC II -

SV 90 Havelberg 6,5:1,5

Bis zur Mitte der acht Partien deutete nichts auf einen Kantersieg für die Burger hin, die deutlich die Oberhand gewannen: Im Schwerfiguren-Endspiel besaß Helga Mickmann lediglich einen Mehrbauern - da stellte ihr Gegner die Dame ein. Nach Qualitätsgewinn kesselte Dr. Georg Libner den Feind ein und nagelte dessen gelähmte Offiziere auf der Grundreihe fest, bis einer von ihnen fiel. Bei Jan Strzyzewskis Gegenstoß übersah der Gegner im Getümmel, dass er durch Abzugsschach eine Figur verlor und kurz darauf noch eine. Torsten Dallmanns Gegner machte alle Züge nach. Im weiteren Verlauf übersahen jedoch beide Figurengewinn. Bei gleichfarbigen Läufern hatte Dallmann einen Bauern mehr. Doch die Partie endete ebenso remis wie jene von Klaus Nielebock und Dr. Uwe Risch. Gerhard Bergers Schwerfiguren glückte ein Befreiungsschlag mit unabwendbarem Matt.

Burg II: Nielebock 0.5, Dr. Risch 0.5, G. Berger 1, Dr. Libner 1, Winkler 1, Mickmann 1, Strzyzewski 1, Dallmann 0.5

TuS Magdeburg II -

Burger SC III 6:2

Aufsteiger Burg III ist im rauen Bezirksoberliga-Alltag angekommen und die Tabellenführung wieder los. Allein Karl Friedrich siegte kraft zweier unbeirrbar vorrückender verbundener Freibauern im Zentrum. Armin Hoffmann wurde zurückgedrängt, bis Materialverlust unvermeidlich war. Ingo Kuhle postierte die Figuren unglücklich. Dadurch geriet er in einen vernichtenden Angriff von Dame und Springer. Mit Qualitäts-Nachteil kämpfte Felix Schenk im Endspiel vergebens. Nur Helmuth Geisler und Danny Walkiewicz gelangen Remisen.

Burg III: Friedrich 1, A. Hoffmann, Kuhle, Wal- kiewicz 0.5, Büchner, Geisler 0.5, Schenk, Lemm

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