Weferlingen/Burg (rte/ahf) l Am vorletzten Hinrunden-Spieltag der 1. Handball-Nordliga gewann die SG Fortschritt Burg das schwere Auswärtsspiel beim MTV Weferlingen mit 22:21 (14:12). 30 mitgereiste Fans sorgten dafür, dass die Partie für die Gäste zum Heimspiel wurde.

Doch schon auf der Autobahn begann der mühsame Weg zum Auswärtssieg. In einer Baustelle fuhr ein anderer Verkehrsteilnehmer in den Burger Bus. Bis die Polizei eintraf, vergingen 30 Minuten. Zumindest aber blieben alle Insassen unverletzt. In Weferlingen angekommen, verlangsamte ein Fackelumzug das Vorankommen der Ihlestädter. Doch da sich auch die Schiedsrichter verspäteten, begann das Spiel mit einer Stunde Verzögerung.

Ob es die widrigen Umstände der Anreise waren oder der verspätete Beginn, jedenfalls waren die Burger in den ersten Minuten nicht ganz bei der Sache. Weferlingen zog sein durchaus langsames aber zu diesem Zeitpunkt noch effektives Spiel auf und erhöhte vom 2:2 auf 6:3. Danach fanden die Gäste besser in die Partie, die 5:1-Deckung agierte abgestimmter und im Angriff nahm Fortschritt auch an Fahrt auf. Bis zum 10:9 legte der MTV stets ein Tor vor und die SG glich postwendend aus. Es sollte allerdings die letzte Führung der Hausherren sein. Bis zur Pause bestimmte Burg das Spiel. Leider wurden zu häufig klarste Chancen liegen gelassen und so ging es nur mit einer 14:12-Führung in die Pause.

Die zweite Halbzeit begann wie die ersten 30 Minuten und Weferlingen glich schnell zum 15:15 aus. Tore in der knappen Partie mussten hart erkämpft werden. Beim 16:16 zog SG-Trainer Hendrik Kurth mittels einer Auszeit die Handbremse. Diese zeigte auch kurzzeitig Wirkung. Fortschritt ging vorentscheidend mit 18:16 in Führung und hielt diesen Vorsprung bis zur Schlusssirene. Dass der Sieg nicht deutlicher wurde, lag an der mangelnden Chancenauswertung. Der MTV-Schlussmann zeigte einige tolle Paraden und trieb die Gäste reihenweise zur Verzweiflung. Doch Fortschritt blieb ruhig, ließ sich von der aufkommenden Hektik nicht anstecken und fand bei jedem Gegentor die richtige Antwort. Letztendlich war dieser 22:21-Arbeitssieg etwas glücklich, aber dennoch verdient und so durfte auf der Heimfahrt mit den Fans gefeiert werden.

"Wir haben uns zu sehr dem Gegner angepasst, wurden teilweise regelrecht eingeschläfert, sodass wir nur streckenweise unser Spiel aufzogen. Daran müssen wir unbedingt arbeiten und wenn uns dies gelingt, sehe ich für das kommende Heimspiel gute Chancen, um die Hinrunde positiv zu beenden", so SG-Coach Kurth erleichtert über den Punktgewinn.

SG Fortschritt Burg: Bünger, Gerlach, Wegner; Katillus, Herrmann (1), Teßmann (3), Barkholz (2), Sommerfeld (5), Wöhe (1), Scholz (1), Lange (3), Weigel (5/4), Wucherpfennig (1)

Siebenmeter: Weferlingen 2/3 - 4/6 Burg; Zeitstrafen: Weferlingen 3 - 3 Burg