Dem Burger VC 99 ist in der Volleyball-Landesoberliga die Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage in Weißenfels geglückt. Im Heimspiel vom Sonnabend bezwang der BVC 99 den SV Rot-Weiß nach vier umkämpften Sätzen (-23, 23, 29, 21).

Burg (rgä/bjr) l Im Heimspiel gegen einen der direkten Mitkonkurrenten drei wichtige Zähler einzufahren - "da kann man nicht meckern", sagte BVC-Trainerin Jessyka Postolla nach dem Spiel. Wirklich gemeckert hat sie dann auch nicht. Um ein paar leise Worte der Kritik kam sie dennoch nicht umhin: "Wir haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht und die Punktballsituationen nicht immer gut genutzt."

So bot sich vom ersten Aufschlag an das erwartete Match auf Augenhöhe. Lange gelang es im ersten Durchgang keinem der beiden Teams, sich abzusetzen (8:8, 17:17, 23:23). Die Überhand im Aufschlag- Annahmespiel sowie die konzentrierte Blockarbeit gegen zu lockere Angriffe des BVC 99 führten die Weißenfelser schließlich zur Führung und zum ersten, aber auch einzigen Satzgewinn des Tages.

Ehe der Zugzwang zu groß wurde, wendete sich mit dem zweiten Durchgang das Blatt zu Gunsten der Gastgeber. Mit einer sich stabilisierenden Annahme waren sie nun diejenigen, die druckvoll angreifen konnten. Mit mehr Risiko, aber trotzdem geringer Fehlerquote im Aufschlag destabilisierten die Burger die Weißenfelser Annahme und gewannen Satz Nummer zwei.

Das Highlight aus Sicht der rund 120 Zuschauer stand jedoch mit dem dritten Durchgang noch aus. Viel Risiko im Aufschlag auf beiden Seiten führte zu einigen Fehlern, allerdings auch zu viel Druck auf die Annahme. Im Block und in den Angriffsaktionen setzten beide Teams, die bis zum 16:16 im Gleichschritt marschierten, Ausrufezeichen. Durch eine Aufschlagserie von Dennis Raab in der Endphase des Satzes gelang es dem BVC 99, sich auf 21:16 abzusetzen. Doch Weißenfels konterte - 23:23. In der Folge erarbeiteten sich beide Mannschaften jeweils drei Satzbälle, doch erst mit den siebenten konnten die Burger den Schlussstrich zum 31:29 ziehen.

Mit viel Rückenwind legten die Hallenherren durch eine Aufschlagserie von Sören Lambrecht zum 6:0 im vierten Abschnitt vor. Bis Mitte des Satzes konnten die Weißenfelser nur zusehen, wie ihnen ein Punkt nach dem anderen abgenommen wurde. Der psychologische Knacks des verlorenen intensiven dritten Durchgangs war nun offensichtlich. Über das 12:2 stand schon bald der erste Matchball, den die Gäste noch abwehrten (24:21). Beim vierten war es aber soweit: Weißenfels schlug den Ball ins Aus und die Burger feierten ausgelassen den 3:1-Matcherfolg. So gab es am Ende wirklich nichts zu meckern. Auch für Postolla nicht: "Ein Riesenkompliment an das Team."

Burger VC 99: S. Behr, A. Behr, Sieber, Graßhoff, Pukall, Lambrecht, Hagendorf, Raab, Müller, Baldeweg