Gommern (ahf) l Das Wochen- ende sollte in Gommern ganz im Zeichen des Budenzaubers stehen. Bereits am Freitagabend veranstaltete der SV Eintracht Gommern ein Hallenfußballturnier. Auch am Sonnabend sollten die Ehlestädter einen sportlichen Kampf um den Camin-Autoland-MD-Cup sehen. Stattdessen musste das Turnier abgebrochen werden, weil sich während eines Spiels eine Auseinandersetzung entwickelte, die noch weitreichende Konsequenzen hatte.

Neben den Gastgebern nahmen auch die Teams von Blau-Weiß Pretzien, VfL Gehrden, SG Nedlitz/Ziepel, Karither SV, Eintracht Plötzky und FC Ostelbien Dornburg am Turnier teil. Im vorletzten Spiel zwischen Plötzky und Dornburg kam es beim Stand von 2:0 für die Salzländer zu einer Rangelei. Ostelbien-Spieler Dennis Wesemann wurde erst mit einer gelben Karte verwarnt, später mit Rot des Feldes verwiesen, nachdem er Schiedsrichter Detlef Mittelstädt mit der Faust gedroht hatte. In Folge eines weiteren Gerangels auf dem Spielfeld überstieg der Stresower eine Absperrung und schlug einem Fan der gegnerischen Mannschaft ins Gesicht. Während dieser Auseinandersetzung wurde eine weitere Zuschauerin leicht verletzt, hieß es in einer Pressemitteilung der Polizei zum Tathergang.

Bei den Verantwortlichen herrschte zum gestrigen Sonntag noch immer pures Entsetzen. "Wir sind natürlich absolut empört. Doch leider zeichnete sich dies ab. Herr Wesemann sah bereits im zweiten Turnierspiel erstmals die rote Karte", erklärte der stellvertretende Abteilungsleiter Fußball des SV Eintracht Gommern, Volker Woche, zum Vorfall und zum Turnierabbruch. In einem Treffen am heutigen Vormittag will der Verein mit dem Kreisfachverband Fußball des Jerichower Landes (KFV) sowie dem Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) und der Polizei über mögliche Konsequenzen beraten.

(Weiteres zum Thema auf den Seiten 1 und 2 in dieser Ausgabe)