Gommern (ahf) l Die Abteilung Fußball des SV Eintracht Gommern hatte sich für ihren Tobias-Camin-Autoland MD-Cup sicherlich etwas anderes vorgestellt, als die letztlich geschehene unrühmliche Szenerie am Sonnabendnachmittag um die Mannschaft des FC Ost-elbien Dornburg (Volksstimme berichtete). Doch trotz des nötig gewordenen Polizeieinsatzes wurde das Turnier beendet. Zum Unmut des VfL Gehrden.

Weil es im vorletzten Turnierspiel zu einer Rangelei zwischen dem FC Ostelbien und Eintracht Plötzky sowie einiger Zuschauer kam, wurde diese Partie aufgrund des herbeigeführten Spielabbruchs mit 3:0 für Plötzky gewertet. Die Turnierleitung um Volker Woche und Klaus Ladwig beschloss trotz der Vorkommnisse das Turnier ordnungsgemäß zu beenden: "Mit dem Erscheinen der Polizei verließen die Spieler von Ostelbien Dornburg fluchtartig die Hallenanlage. Damit war die Situation bereinigt und es bestand keinerlei Gefahr mehr", rechtfertigte Ladwig am Montag diesen Schritt. "Wir als Turnierleitung haben mit Absprache der anderen Vereine so entschieden, um nicht noch weiter Öl ins Feuer zu gießen." Demnach wurde Karith am grünen Tisch im letzten Spiel ein 3:0 über den VfL zugesprochen, dem damit der dritte Rang genommen wurde. Da die Gehrdener mit Dornburg die Kabine teilen mussten, war der VfL-Trainer Andreas Schunke nur darum bemüht, seine Spieler sicher nach Hause zu bekommen: "Die Veranstaltung wurde abgebrochen und so konnten wir unser Spiel gegen Karith nicht mehr spielen. Das wollten wir nach den Vorkommnissen auch nicht mehr. Für mich stand nur die Sicherheit meiner Spieler im Vordergrund." Den Entschluss der Gehrdener, nicht zur letzten Partie anzutreten, könne Ladwig verstehen, ebenso wie die Entrüstung über die dennoch durchgeführte Siegerehrung. "Die Entscheidung des VfL ist vollkommen verständlich und jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern, doch Karith wollte spielen. Und die anschließenden Ehrungen beruhigten die Gemüter", so der Gommeraner Turnierleiter.

Den Siegerpokal nahm übrigens Blau-Weiß Pretzien vor dem Gastgeberteam mit nach Hause. Der Karither SV belegte durch die Entscheidung am grünen Tisch den dritten Rang.

Für Eintracht Gommern ist das Turnier damit ordnungsgemäß abgehakt, was die sport-rechtliche Seite des Vorfalls anbelangt, hofft Ladwig jedoch "von Seiten des KFV auf ein klares Zeichen, was die Fairness abseits des Punktspielbetriebs angeht".