Ihren Jahresauftakt hatten sich die Handballer des Möckeraner TV ganz sicher anders vorgestellt: Im Nordliga-Heimspiel vom vergangenen Sonntag unterlag das Schlusslicht gegen die SG Neuferchau/Kunrau mit 24:28 (14:15). Der Begriff "vermeidbar" war nach der Partie allgegenwärtig.

Möckern (clü/bjr) l Die Gäste lagen vor dem Spiel nur zwei Punkte und einen Tabellenplatz vor dem MTV, der sich deshalb der Brisanz dieses Spiels bewusst war. Die Mannschaft ging nach einer emotionalen Ansprache von Hartmut Loth, der an diesem Tag das Traineramt von Denny Tischer, der selbst als Spieler agierte, motiviert ins Spiel.

Die erste Hälfte verlief sehr ausgeglichen. Keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Die Zuschauer freute es, entwickelte sich doch ein munterer Schlagabtausch. Die Möckeraner ließen im Angriff jedoch einmal mehr zu viel liegen. Die Abwehr stand hingegen ordentlich und Thomas Zater bot eine gute Torhüterleistung. Unnötige Zeitstrafen wegen Meckerns kompensierte das Team mit viel Kampf in der Defensive. Der knappe 14:15-Rückstand zur Pause ließ alle Möglichkeiten offen.

Und tatsächlich begegneten sich beide Teams in den ersten 20 Minuten nach Wiederbeginn auf Augenhöhe, ehe sich die Gäste mehr und mehr absetzen konnten. Wiederum überhastete Abspiele und teils ideenloses Spiel ließen die Hausherren immer weiter ins Hintertreffen geraten. Hinzu kam, dass man sich zu sehr auf die Entscheidungen der Schiedsrichter konzentrierte. Thomas Zater war es zu verdanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. So parierte der Schlussmann rekordverdächtige neun von elf Siebenmeter - ein Umstand, der an der Heimpleite jedoch nichts änderte.

Mit sich hadernd verließ der MTV das Parkett. Verstärkt wurde der Frust durch etliche unvorteilhafte Entscheidungen der Unparteiischen und daraus resultierenden Zeitstrafen. So oder so wird die Luft für die Möckeraner im Kampf gegen den Abstieg immer dünner.