Halle/Burg (rgä/bjr) l Der Burger VC 99 hat sich nach der Winterpause mit einer Glanzleistung in der Volleyball-Landesoberliga zurückgemeldet. Mit 3:1 (20, 18, -23, 19) setzte sich das Team im ersten Spiel des neuen Jahres am Sonnabend bei den USV Halle Volleys II durch. "Das Spiel war wichtig. Wir konnten uns nach ausgeglichenem Beginn jeweils zum Satzende durch gute Annahme sowie aggressive Blockarbeit frei spielen", fasste BVC-Mittelblocker Sebastian Behr zusammen.

Auf Burger Seite fehlte Dirk Hagendorf arbeitsbedingt auf der Zuspielposition, so dass der etatmäßige Mittelblocker Dennis Raab seinen Part übernehmen musste. Das Ergebnis bestätigte die richtige Wahl, Raab hatte mit seinen technischen Fähigkeiten erheblich zu diesem Erfolg beigetragen.

Im ersten Satz sahen die Zuschauer eine verteilte Partie. Keins der Teams konnte sich absetzen. Nach hinten heraus verschafften sich die Burger einen kleinen Vorteil - 25:20.

Im zweiten Durchgang bewiesen die Gäste einmal mehr, welche Moral im Team der Saison 2014/2015 steckt. Mit zunehmender Dauer agierte der BVC 99 risikobereiter, druckvoller und wusste die Fehler auf Hallenser Seite zu nutzen. Mit 25:18 ging dieser Satz ebenfalls klar an die Gäste aus der Stadt der Türme. Auch im dritten Durchgang spielte Burg solide, versäumte es aber vor allem gegen Satzende, die Chancen zum Gegenangriff zu verwerten. So entschieden die Hallenser diesen Abschnitt mit 25:23 für sich und verkürzten zum 2:1.

Nun ging jedoch ein Ruck durch den Burger Sechser. Noch einen Satz wollte das Team nicht abgeben. Mit wenigen Eigenfehlern nutzte es jetzt auch die sogenannten Punktbälle regelmäßig. Dazu kam ein bestens auf das Spiel der Gastgeber eingestellter Block. Beim 12:12 agierte der USV II ein letztes Mal in diesem Spiel auf Augenhöhe. Der BVC 99 punktete entweder mit dem Block, über seine Angreifer, die sich auch in schwierigen Situationen durchzusetzen vermochten, oder machte sich Fehler der Gastgeber zunutze. Ebenfalls positiv hervozuheben war die taktische Cleverness im Burger Spiel. Wenn das Team den Punkt nicht sofort machen konnte, spielte es intelligent weiter, anstatt die "Brechstange" hervorzuholen. Entsprechend zügig bog die Mannschaft auf die Siegerstraße ein. Mit dem ersten Matchball beim Stand von 24:19 zog das Team einen Schlussstrich zum 3:1-Spielgewinn - in der Summe leistungsgerecht.

"Wir haben gut taktisch aufgeschlagen und viel mit dem Block gearbeitet", sagte der Burger Kapitän Hendrik Kliefoth. Und: "Es war für uns wichtig, dieses Spiel konsequent zu Ende zu bringen. So lässt sich die Trainingswoche entspannt angehen und wir können uns auf die schwierige Heimbegegnung gegen den Titelfavoriten MTV Wittenberg vorbereiten."

Burger VC 99: S. Behr, A. Behr, Kliefoth, Raab, Lambrecht, Müller, Sieber, Graßhoff, Baldeweg, Pukall