Handball l Gommern/Dessau (bjr) Dass ein "gefühlter" Derbysieg das Selbstvertrauen steigert, ist auch den Handballern des SV Eintracht Gommern (7.) nicht fremd. Etwas überrascht ist man an der Ehle allerdings schon ob der forschen Töne, die der Dessau-Roßlauer HV II (12.) nach dem 29:29-Remis im Stadtduell der Sachsen-Anhalt-Liga gegen die SG Kühnau von sich gibt. Von einem "Pflichtsieg" im Heimspiel ist auf der Internetseite des DRHV die Rede, wenn die Eintracht heute um 16 Uhr in der Bauhausstadt gastiert. "Es ist ganz gut, wenn die Gegenseite im Vorfeld so etwas äußert. Dann sollten wir zumindest kein Problem haben, uns auf das Wesentliche - sprich das Spiel - zu konzentrieren", so SVE-Trainer Dirk Heinrichs.

Tatsächlich sollte in puncto Selbstvertrauen ein Vorteil bei den Gästen liegen. Zum einen zeigt die Gommeraner Formkurve nach zuletzt sechs Punkten aus drei Spielen nach oben. Zum anderen spricht der 28:22-Heimsieg aus der Hinrunde für die Eintracht. Diese muss zwar voraussichtlich auf Jens Schmidt (Arbeit) und Stephan Lindner (Krankheit) verzichten, doch sich gegen heimstarke Dessauer, die acht von neun Saisonzählern zu Hause holten, zu verstecken, kommt nicht in Frage. Erst recht nicht angesichts des geworfenen Fehdehandschuhs.