Mit einer 25:28 (14:15)-Heimniederlage gegen den TSV Niederndodeleben haben die Frauen der SG Fortschritt Burg den Einzug in das Finale des Handball-Nordcups verpasst. Erfolgreichste Werferin in den Burger Reihen war Franziska Ullmann mit zehn Toren.

Burg (bsc/ahf) l Es wäre das dritte Mal gewesen, dass die Ihlestädter das Endspiel im Pokal erreicht hätten. Doch am Ende fehlte der Fortschritt-Sieben die Kraft. Schließlich mussten die Gastgeber in den 60 Minuten um jeden Treffer kämpfen und oftmals auch ordentlich einstecken. So freuten sich nach dem Abpfiff die Gäste über den Finaleinzug.

Die Ihlestädter brauchten einige Minuten, um in die Partie zu finden. Die Gäste hingegen gingen schnell in Führung, die Burg erst in der siebten Minute erstmals egalisierte - 3:3. Die Gastgeberinnen hatten Probleme mit der harten Gangart der TSV-Sieben. So blieb es Franziska Ullmann vorbehalten, die dadurch erhaltenen Siebenmeter im Kasten der Niederndodeleberinnen unterzubringen. "Die Gäste versuchten oft durch versteckte Fouls wie Kneifen und Schlagen zu provozieren", so Fortschritt-Coach Marion Wöhe. Zumindest die eigene Abwehr stand aber von Beginn an gut. Allerdings blieb es den Gästen vorbehalten, stets vorzulegen. Zwar glich Burg immer wieder aus, doch für diese Treffer mussten die Gastgeber immer wieder hart kämpfen. Erst in der 13. Minute gingen die Fortschritt-Damen mit 7:5 in Führung. Dieser Zwei-Tore-Vorsprung hielt bis zum 12:10 (22.). Zu diesem Zeitpunkt spielte Burg in Unterzahl und Niederndodeleben nahm eine Auszeit. Die Folge war der 13:13-Ausgleich drei Minuten vor dem Pausenpfiff. Dennoch gelang der SG-Sieben die 15:14-Halbzeitführung. In der Kabine wurde es dann etwas lauter: "Die Mannschaft ermahnte sich aber, sich auf das Spiel zu konzentrieren und alle Postionen in das Angriffsspiel einzubeziehen", fasste Wöhe zusammen.

Die Gäste nutzten nach Wiederanpfiff die Unterzahl der Ihlestädter, um den Vorsprung auf 17:14 (33.) auszubauen. Fortschritt kämpfte zwar weiter, musste nach drei Zeitstrafen aber auf Jennifer Strotmann (42.) verzichten. Dennoch kämpfte sich die SG bis auf 24:25 (55.) heran. Torhüterin Manja Hünecke leistete ihren Anteil, indem sie fünf der neun TSV-Siebenmeter parierte. In der Schlussphase musste Burg aber zwei weitere Zeitstrafen verkraften und hatte zudem Pech im Abschluss. Der TSV traf nach sechs torlosen Minuten in der 57. Minute zum 26:24. Lediglich Susanne Bollmann traf noch einmal ins TSV-Gehäuse, sodass die Gäste den Finaleinzug feierten.

"Am Ende fehlte einfach die Kraft", resümierte SG-Coach Wöhe.

Fortschritt Burg: Hünecke - Ullmann (10/5), Horn (5/2), Strotmann, Müller, St. Wöhe (5), Martolock, Orth, Freber, Bollmann (5), Wambach