Mit 23:30 kehrten die Handballer des SV Eintracht Gommern in der Hinrunde der Sachsen-Anhalt-Liga von ihrer Partie in Wittenberg zurück. In der eigenen Halle soll es heute dem Team vom HBC so ergehen. Ein Selbstläufer, so ist sich Eintracht-Coach Dirk Heinrichs sicher, wird die Partie um 17 Uhr allerdings nicht.

Gommern l Als Gradmesser dient die Pleite aus dem Hinspiel aber nicht so recht. Schließlich war es bereits das zweite Spiel der Ehle-Sieben an einem Wochenende. Unterlag der SVE im vorigen Oktober noch am Sonnabend knapp der SG Kühnau in eigener Halle mit 24:25, stand einen Tag später bereits die Partie in der Lutherstadt auf dem Programm. "Kopfmäßig waren wir in Wittenberg gar nicht anwesend. Uns hat die Konzentration gefehlt. Die Jungs haben vermutlich auf die Tabelle geschaut und gedacht, dass der HBC keine Hürde darstellt", kennt Heinrichs die Gründe für die vermeidbare Niederlage.

Nun empfängt Gommern also die Lutherstädter auf eigenem Parkett. Die Tabellensituation ist wieder ähnlich und Heimspiele sind zuweilen ebenso knappe Angelegenheiten für die Männer aus der Ehlestadt, wie die Begegnungen in der Fremde. Da war zum einen der 30:28-Heimsieg gegen Landsberg und zum anderen das unglückliche 28:28-Remis in Dessau. "Wir hatten jetzt zwei Wochen Zeit, dieses Unentschieden zu verdauen. Mit etwas mehr Abstand betrachtet, ist der Punktgewinn positiv zu bewerten, sieht man sich unsere personelle Situation an. Das, was uns nach dem Ausfall von Philipp Eckhardt und Stephan Lindner noch an Rückraumspielern geblieben war, musste über die volle Distanz gehen."

Auf jeden Fall hat sich die Eintracht auf das heutige Spiel gut vorbereitet. Während vorigen Dienstag im Solepark in Schönebeck noch etwas ausgespannt wurde, hieß es am Donnerstag bereits wieder laufen, laufen, laufen, bevor diese Woche der Handball wieder im Vordergrund stand. Fit sollten die heutigen Gastgeber also sein. Personell heißt es aber für Heinrichs erneut ein wenig zu improvisieren. Ob Philipp Eckhardt, der noch immer Rückenprobleme hat, spielen kann, ist fraglich und entscheidet sich erst kurz vor der Partie. Außerdem fehlen Alexander Schäde und Dennis Einwiller berufsbedingt.

Doch die Stimmung sollte darunter nicht leiden, haben doch Kevin Bomke und Julian Hartung einen Grund zu feiern. Allerdings hat Chef-Trainer Heinrichs alle Geburtstagspartys auf nach dem Spiel verlegt. "Ich will herausfinden, ob uns Wittenberg wirklich nich liegt oder es an unserer mangelnden Konzentration lag, dass wir das Hinspiel verloren haben. Deshalb wird erst nach dem Spiel gefeiert, schließlich ist ein Sieg eigentlich Pflicht."

Nach einem Heimerfolg feiert es sich aber ohnehin viel besser.