Güsen (ahf) l Zwar ließen die Verbandsliga-Handballer des Güsener HC auch in ihrem siebten Liga-Heimspiel gegen den Fermersleber SV Magdeburg nichts anbrennen, doch der 36:29 (18:7)-Erfolg hätte auch deutlich höher ausfallen können. Dennoch schob sich die GHC-Sieben vorerst auf den dritten Tabellenplatz hinter den souveränen Spitzenreiter Post SV Magdeburg und Lok Schönebeck.

Es war Handball aus dem Lehrbuch: durchspielen, anziehen, nach außen abräumen, Tor. So liefen die meisten Angriffe des GHC am Sonnabend gegen teilweise resignierte Gäste aus der Landeshauptstadt ab. Wenn die Außenpositionen nicht frei waren, gab es mit Kevin Haßbargen oder Robert Klewe immer noch zwei Werfer in der Mitte beziehungsweise am Kreis. Für Güsens Spielmacher wurde die vorabendliche Partie aber schnell erholsam, bekam er doch bereits nach zehn Minuten eine Manndeckung spendiert. Seine Farben lagen da aber bereits mit 8:4 in Front. Und auch ohne Haßbargen funktionierte das Angriffsspiel der Hausherren fehlerfrei. Erst nach gut 20 Minuten hatte sich die FSV-Abwehr auf die Offensive der Güsener eingestellt, lag da aber bereits mit 6:14 zurück. Gerade in den eigenen Angriffsbemühungen waren die Gäste jedoch zu harmlos, um dem GHC gefährlich zu werden. Fand der FSV doch eine Lücke in der gut sortierten Abwehr der Gastgeber, war da immernoch Christopher Bretschneider. Güsens Torhüter hatte einen guten Tag erwischt, sodass es mit 18:7 in die Kabinen ging.

Zwar agierte der GHC nach der Pause nicht mehr so konzentriert in Angriff und Abwehr wie noch im ersten Durchgang, doch vermochten es die Magdeburger dennoch nicht, den Hausherren gefährlich zu werden. "Die erste Halbzeit war top. Christopher hat eine sehr gute Leistung zwischen den Pfosten gezeigt und auch der Angriff lief auf Hochtouren. In Hälfte zwei dagegen lief nicht mehr viel zusammen. Das ist schade, wir hätten heute etwas mehr für das Torverhältnis tun können", wertete Co-Trainer Thomas Lepper aus.

Güsener HC: Bretschneider, Teske - K. Haßbargen (10), Schirmeister (5), Schulz (1), E. Klewe, Prause (2), Seydack (1), K. Lepper (1), R. Klewe (5), Kampe (8), Heitzmann (3), Gerlach

FSV Magdeburg: Schröder, Simon - Beckmann (13), Dietze, Brecht, Parthey (4), Mewes (3), Daouda, Rösing (2), Möhring (5), Splitt (2), Özsoy

Siebenmeter: GHC 5/5 - 5/4 FSV; Zeitstrafen: GHC 4 - 6 FSV; Rot: Philipp Brecht (48:13; FSV)