Jerichower Land l (vwo/ahf) Für die Mannschaften aus dem Jerichower Land geht es morgen ab 14 Uhr darum, die Abstiegszone der Fußball-Landesklasse, Staffel II, zu verlassen oder zumindest etwas Boden auf das rettende Ufer gut zu machen. Ein richtiges Endspiel hat dabei der SV Germania Güsen bei der SG Gnadau vor der Brust. Für die SG Blau-Weiß Niegripp geht es derweil in Groß Santersleben darum, endlich ihre Torflaute zu überwinden, während Eintracht Gommern in Nedlitz den nächsten Schritt machen möchte.

SG Gnadau (16.) -

Germania Güsen (14.)

"Nach der 2:3-Niederlage gegen Besiegdas muss die Mannschaft jetzt eine Reaktion zeigen und Charakter beweisen", fordert Germania-Trainer Hartmut Kober von seiner Elf vor dem nächsten Sechs-Punkte-Spiel beim Tabellenschlusslicht. Keine Frage, das Zustandekommen der Heimniederlage am vergangenen Wochenende war äußerst unglücklich und der Güsener Übungsleiter kam auch nicht umhin festzustellen, dass der ein oder andere Akteur die Niederlage noch nicht abgehakt hat. "Aber es nützt nichts, wir müssen am Sonnabend punkten." Verzichten muss Kober dabei auf Ard Schenk, Toni und Florian Lamprecht, Eric Elsner, Torsten Linnecke sowie Christian Kopp. Das Hinspiel endete übrigens torlos. Eine Punkteteilung darf sich diesmal keines der beiden Teams erlauben.

Vorfläming Nedlitz (5.) -

Eintr. Gommern (15.)

Nach dem 2:0-Erfolg gegen Schlusslicht Gnadau sollte man meinen, dass die Eintracht momentan vor Selbstvertrauen strotzt. Doch was der Sieg im Kellerduell wirklich wert war, wird die Partie beim Tabellenfünften in Nedlitz morgen zeigen. Beide Teams trennen jedenfalls Welten. Während Vorfläming bereits 27 Punkte vorweisen kann, sind es bei den Gommeranern gerade einmal 13. Dazu kommt, dass Nedlitz sehr heimstark ist, von acht Partien gerade einmal zwei verlor. Neben einigen grippeerkrankten Akteuren ist auch der Einsatz von Muja Avdyli fraglich. Sicher fehlen werden Tilmann Roos und Björn Wehling.

Groß Santersleben (10.) -

Blau-Weiß Niegripp (13.)

64 Mal traf die SG Blau-Weiß in der vergangenen Saison in das gegnerische Gehäuse. In dieser Spielzeit stehen für die Niegripper gerade einmal 19 Tore zu Buche und das nach mehr als der Hälfte der insgesamt zu absolvierenden Partien. "Warum es derzeit bei uns so hapert, weiß ich auch nicht. Eigentlich haben wir durchaus Qualität in der Offensive", zeigt sich SG-Trainer Joachim Greisner ratlos. Für Bill Jentzsch, Paul Sandmann, Patrick Rennwald und auch Dominik Wilde scheint das Tor im Moment jedoch wie vernagelt. Für Niegripp wird die Luft so langsam dünn. Das weiß auch Greisner: "Wenn wir in Santersleben nicht gewinnen und Gommern sowie Güsen gegen uns spielen, könnten wir uns nach dem Spieltag auf einem Abstiegsplatz wiederfinden." Dazu müssen die Blau-Weißen jedoch auch ihre Fehlerquote reduzieren, denn die war auch einer der Gründe, warum der HSV Medizin am vergangenen Wochenende die Punkte aus Nie- gripp entführte. Immerhin hat die Stimmung laut Greisner auch nach der letzten Pleite weiterhin nicht spürbar gelitten. "Die Mannschaft hat weiterhin Spaß im Training, deshalb bin ich optimistisch." Weniger froh blickt der Niegripper Coach auf sein Personal: Neben Torhüter Marcus Rimpl und Marcus Schlüter fehlen Bastian Schlüter sowie Paul Sandmann, Christoph Ackmann und Steven Zeuch.