Nedlitz/Gommern (vwo/bjr) l Der SV Eintracht Gommern hat es am Sonnabend versäumt, in der Fußball-Landesklasse II Boden gut zu machen. Nach desolater erster Hälfte unterlag der Tabellenvorletzte mit 2:3 (0:3) beim SC Vorfläming Nedlitz.

Das Spiel begann alles andere als positiv aus Eintracht-Sicht, als sich Torhüter Sebastian Woche bei der Erwärmung verletzte. Für ihn rückte Andreas Hoffmann zwischen die Pfosten. Von der Abwehrreihe im Stich gelassen, erlebte der "Oldie" im Team prompt eine erste Hälfte zum Vergessen. Allen voran SC-Kapitän Eduard Hahn war von den Außenverteidigern kaum zu stellen und besorgte nach 19 Minuten die 1:0-Führung. Kurz darauf durfte auch Maik Fambach ohne Gegenwehr zum 2:0 einschieben. Die Platzherren ließen in dieser Szene allerdings auch das Fair Play vermissen, da Gommerns Sebastian Simon verletzt auf dem Rasen lag, während die Nedlitzer ihren Angriff zu Ende fuhren. Hahn besorgte schließlich in der 42. Minute den 3:0-Halbzeitstand. Bezeichnend: Zuvor hatte David Namshaa in der 35. Minute den einzigen Torschuss der Gäste abgegeben.

Eintracht-Coach Thomas Wilke sah sich zur Pause zum Handeln gezwungen, baute sein Team um und brachte Altherrenspieler Marko Kuhle. Mit dem 42-Jährigen auf der Liberoposition fanden die Gäste auch zu mehr Sicherheit. Aggressiver in den Zweikämpfen und nun auch mit Akzenten im Offensivspiel, zeigte der SVE nach dem Seitenwechsel sein anderes Gesicht.

Als Justin Schaffrath in der 54. Minute einen Freistoß zum 1:3 direkt verwandelte, keimte Hoffnung auf. Erst recht, als fünf Minuten später André Wittpahl eine Flanke in die Nedlitzer Gefahrenzone schlug und Vorfläming-Verteidiger Heiko Juskowiak kurzerhand selbst zum 2:3-Anschluss vollstreckte. Doch die Aufholjagd kam zu spät. Trotz einiger guter Gelegenheiten - die hochkarätigste durch Schaffrath, der aussichtsreich verzog (79.) - fand der Ball kein drittes Mal den Weg ins Tor der Gastgeber.

Diese kämpften aufopferungsvoll und verteidigten mit einer vielbeinigen Abwehr den Erfolg. Entsprechend groß war die Erleichterung nach dem Schlusspfiff bei der Fläming-Elf. Die Gegenseite betrauerte dagegen eine bittere Niederlage, die aufgrund der schwachen ersten Hälfte jedoch nicht von ungefähr kam und den Abstand zu den Nichtabstiegsrängen weiter anwachsen ließ.

Nedlitz: Hoffmann - Ritze, Alarich, Juskowiak (78. Specht), Schmidt, Lehmann, Fambach, Sanftenberg (46. Milushev), Kuklin (46. Nitschke), Kilz, Hahn

Gommern: Hoffmann - Hildebrand, Bea, Weber (46. Kuhle), Namshaa, Simon, Christel, Herzog (60. Avdyli), Wittpahl (77. Wacker), Steinke, Schaffrath

Tore: 1:0 Eduard Hahn (19.), 2:0 Maik Fambach (26.), 3:0 Eduard Hahn (42.), 3:1 Justin Schaffrath (54.), 3:2 Heiko Juskowiak (60., ET); SR: Christian Schütze (Gerwisch), Steve Weise, Normann Schulz; ZS: 53