Groß Santersleben/Niegripp (bjr) l Was haben sie nach dem 1:0-Führungstreffer durch Matthias Lindenblatt bei der SG Blau-Weiß Niegripp geflachst. Endlich haben sich die Extraschichten in Sachen Freistöße gelohnt. "Auch wenn ich diese Variante aus 18 Metern an der Mauer vorbei und oben in den Winkel zum ersten Mal bei ihm gesehen habe", so Lindenblatts Coach Joachim Greisner. In die gute Laune vom Sonnabend passte nur der späte Ausgleichstreffer im Spiel der Fußball-Landesklasse II beim SV Groß Santersleben nicht hinein. Denn so fühlte sich das 1:1 (0:0)-Unentschieden am Ende aus Niegripper Sicht wie zwei verlorene Punkte an.

Die ersten 20 Minuten bestimmten die Blau-Weißen das Geschehen, ehe sich die langen Bälle des starken Aufsteigers aus der Börde als immer größere Herausforderung für die Hintermannschaft der SG erwiesen. Zuvor hätten die Niegripper bereits in Person von Patrick Rennwald die Führung erzielen können (10.), doch sein satter Schuss sprang von der Unterkante der Torlatte ins Feld zurück.

Die Führung ließ bis zur 49. Minute auf sich warten, ehe Lindenblatt zum Kunststoß ansetzte und seine Farben jubeln ließ. Rückkehrer Thomas Böttcher hätte in der Folge zweimal für die Entscheidung sorgen können, doch so war Zittern angesagt. "Wir haben in der Schlussphase natürlich häufiger auf die Uhr geschaut. Und dann hat es sich doch gerächt, dass wir zu viele Ballverluste in der Abwehr produziert haben", schilderte Greisner das Unheil in Form des späten Ausgleichs durch Tobias Herrmann, der den Gästen zwei sicher geglaubte Zähler entriss (90.).

Groß Santersleben: Kramer - Burger, Huhle, Blancke, Stürholz, Friedrich, Plate, Thiele, Grolms, Alicke, Herrmann

Niegripp: Klein - Jonas, Mlynek, Briest, Gerber, Lindenblatt, Wilde, Nabel, Rennwald, Böttcher, Jentzsch (63. Eschner)

Tore: 0:1 Matthias Lindenblatt (49.), 1:1 Tobias Herrmann (90.); SR: Stephan Mathheis (Gardelegen), Stefan Ritzau, Christian Meier; ZS: 63