Biederitz (bjr) l Wenn die Zeit gekommen ist, Bilanz zu ziehen, wird sich auch der 1. TTV Schwarzenberg fragen müssen: Was bleibt von einer Saison, in der wir als Aufsteiger zur Tischtennis-Oberliga gewogen und für zu leicht befunden wurden? 0:26 Punkte - diese Ausbeute liest sich nicht nur auf dem Papier vernichtend, sie liefert nach 13 Spieltagen auch ein aussagekräftiges Zeugnis darüber, wie sich die Erzgebirgler zumeist an den Tischen der Staffel Mitte präsentiert haben. Wenn für den DJK TTV Biederitz die Zeit gekommen ist, Bilanz zu ziehen, wird sich der Ehle-Sechser fragen müssen: Wie haben wir uns gegen Abstiegskandidaten wie eben jenes Schwarzenberg und den Post SV Zeulenroda präsentiert? Mit beiden bekommt es das Team heute um 13 und 18 Uhr am Doppelspieltag in eigener Halle zu tun.

Der Begriff "Pflichtaufgabe" drängt sich unweigerlich auf. "Ohne überheblich zu wirken: Etwas anderes als zwei Siege erwarten wir nicht", pflichtet Teamkapitän Marcus Schmidt bei. Zum Auftakt gegen das abgeschlagene Schlusslicht mag man die Forderung unterschreiben. Aber Zeulenroda? Da war doch etwas.

Ganz recht: Am 1. Spieltag Ende September 2014 ließ sich der DJK TTV bei den Ostthüringern kalt erwischen. Seinerzeit zwar beruflich verhindert, hat sich allerdings auch zu Schmidt herumgesprochen, dass es angesichts der 6:9-Auftaktniederlage "nun im Heimspiel gehörig etwas gutzumachen" gilt. Wenngleich Vorsicht in diesem Fall Mutter des Zelluloidballs ist: "Das Hinspiel hat gezeigt, dass Zeulenroda nicht zu unterschätzen ist. Allerdings gehen wir mit viel Selbstvertrauen an die Aufgabe heran und wollen in der Rückrunde weiter ungeschlagen bleiben."

Dabei helfen soll diesmal Marek Konieczka im unteren Paarkreuz. Der zuletzt stark aufspielende Julian Franz kämpft derweil für die zweite Mannschaft um nicht weniger als das sportliche Überleben in der Verbandsliga.