Güsen (bjr) l Nach einem "gefühlten" Sieg wird es für die Verbandsliga-Handballer des Güsener HC (5.) heute ab 17 Uhr Zeit, auch wieder Bestätigung in Form von zwei Punkten zu erfahren. Gegen das Schlusslicht vom SV Lok Oschersleben im Heimspiel eine vermeintliche Pflichtaufgabe, aber ...

Die Spuren, die der vorerst letzte Auftritt vor eigener Kulisse hinterlassen hat, sind noch nicht in Gänze beseitigt. Die 24:35-Abreibung gegen die SG Lok Schönebeck vor zwei Wochen hat nicht nur der guten Heimbilanz einen unschönen Fleck verpasst, sondern auch ein wenig am Selbstvetrauen genagt. "Mehr Pech als wir es in diesem Spiel hatten, geht eigentlich gar nicht. Vor allem in der Anfangsphase sind wir an Pfosten- und anderen Fehlwürfen verzweifelt", bekennt Co-Trainer Thomas Lepper.

Einen ersten Schritt in Richtung Normalität hat sein Team mit dem 25:25-Remis gegen den LSV 90 Klein Oschersleben am vergangenen Sonntag getan. "Das war in jedem Fall ein gewonnener Punkt. Ich denke, das lässt sich behaupten, nachdem wir sechs Treffer in der zweiten Hälfte aufgeholt und nur sieben Gegentore kassiert haben. Vor allem André Teske im Tor war hervorzuheben."

Und nun also wieder Oschersleben. Womöglich werden Teske und Christopher Bretschneider als letzte GHC-Bastion heute Abend allerdings weniger im Fokus stehen als ihre Vorderleute und insbesondere der Güsener Angriff. "Aber wir werden niemanden unterschätzen. In dieser ausgeglichenen Liga wäre das ein folgenschwerer Fehler", stellt Lepper klar. Im Hinspiel kam seine Sieben beim 29:27-Auswärtserfolg mit einem blauen Auge davon.

Apropos Blessuren: Wenngleich sich die personelle Situation einigermaßen entspannt präsentiert, wiegen die wenigen Ausfälle schwer. Ein baldiges Comeback von Rückraum-Shooter Christian Haßbargen ist aufgrund einer Knöchelverletzung ausgeschlossen. Noch ärger hat es zudem Eric Klewe erwischt. Anhaltende Probleme mit der Bandscheibe haben bei ihm zum vorzeitigen Saisonende geführt.