Gommern (vwo/ahf) l Die Fußballer des SV Eintrach Gommern bleiben weiterhin die Wundertüte der Landesklasse. Nach der desoltaten Leistung aus der Vorwoche (2:3 in Nedlitz) feierte die Elf von Trainer Thomas Wilke gegen Groß Santersleben diesmal einen souveränen 5:2 (2:1)-Heimsieg. Besonders Neuzugang Arbnor Musliu wusste mit drei Treffern und zwei Vorlagen zu überzeugen.

Dabei erzielten die Gäste das erste Tor. Tobias Herrmann war in der zehnten Minute vom Elfmeterpunkt erfolgreich. In seinem ersten Spiel für Gommern glich Musliu in der 32. Minute mit einem satten Schuss aus, bevor Kapitän Tom Sindermann die Gastgeber in Führung brachte (35.). Binnen drei Minuten drehte die Eintracht die Partie. Mit dem 2:1 ging es in die Pause, obwohl die Gastgeber durchaus die Möglichkeiten hatten, den Halbzeitstand klarer zu gestalten.

Nach dem Seitenwechsel drückten zunächst die Gäste auf den Ausgleich. Die Abwehr um Neu-Libero Marko Kuhle stand jedoch stabil. Den gewonnenen Raum nutzte der SVE zu Kontern. Allerdings scheiterten zunächst Justin Schaffrath und dann Tobias Bea mit ihren Versuchen am SV-Keeper Mathias Kramer. In der 60. Minute verwertete Musliu eine Hereingabe von Sindermann zum 3:1 für Gommern. Zwölf Minuten später bedankte sich der Neuzugang und der Kapitän erhöhte auf 4:1. Nach schöner Vorarbeit von Landsmann Muja Avdyli krönte Musliu seine Leistung aus 20 Metern mit dem Treffer zum 5:1 (75.).

Nachdem Eintracht-Libero Kuhle verletzungsbedingt vom Platz musste, herrschte in der Folgezeit etwas Unordnung in der Gommeraner Hintermannschaft. So nutzte Norman Moß diese kleine Schwächeperiode zum 2:5-Anschlusstreffer in der 77. Minute. Die Ehlestädter ließen allerdings kein weiteres Tor in der Schlussviertelstunde zu und feierten so einen verdienten Heimsieg.

Was dieser Erfolg wirklich wert ist, wird sich allerdings am nächsten Wochenende zeigen, wenn Gommern im richtungsweisenden Derby auf die SG Blau-Weiß Niegripp trifft. Im Moment hat der SV Eintracht jedoch den Anschluss an das rettende Ufer geschafft, vier Punkte trennt die Elf von Trainer Wilke vom Gegner in sieben Tagen. Niegripp bekleidet momentan mit 20 Punkten den letzten Rang, der für den Verbleib in der Liga berechtigt. Der Sieg gegen Groß Santersleben gibt Gommern jedenfalls das nötige Selbstvertrauen.

Eintracht Gommern: Hoffmann - Hildebrand, Simon, Musliu, Bea, Christel, Kuhle (70. Herzog), Avdyli (85. Weber), Sindermann, Schaffrath, Steinke (76. Maqastena)

Groß Santersleben: Kramer - Plate, Blancke, Burger, Huhle, Thiele, Herrmann, Grolms (64. Moß), Alicke (76. Fartak), Roelecke, Marschke

Tore: 0:1 Tobias Herrmann (FE 10.), 1:1 Arbnor Musliu (32.), 2:1 Tom Sindermann (35.), 3:1 Arbnor Musliu (60.), 4:1 Tom Sindermann (72.), 5:1 Arbnor Musliu (75.), 5:2 Norman Moß (77.); SR: Michael Müller (Klietz), Thomas Görges, Marco Breuer; ZS: 36