Güsen l So richtig Grund zur Freude wollte am Sonnabend beim Handball-Verbandsligisten des Güsener HC nicht aufkommen. Zwar konnten sich die Gastgeber auf ihren Kampfgeist verlassen und die Partie gegen den SV Lok Oschersleben nach anfänglichem Rückstand noch in einen 32:29 (17:17)-Heimsieg verwandeln, Trainer Thomas Lepper war dennoch nicht zufrieden.

"Zu viele technische Fehler und eine viel zu magere Torausbeute", benannte der Güsener die Gründe für seine Unzufriedenheit. Tatsächlich wussten die Gastgeber besonders in der zweiten Halbzeit durchaus handballerisch zu überzeugen, spielten sich immer wieder Lücken gegen das Tabellenschlusslicht heraus. Einzig die Trefferquote blieb niedrig. Sicherlich hatte Lok-Keeper David Günther nicht seinen schlechtesten Tag erwischt, doch das zählte für Lepper nur wenig: "Wir hätten mindestens 15 Tore mehr auf unser Konto packen müssen." Dabei durften die Zuschauer froh sein, dass sie am Ende überhaupt einen Sieg bejubelten. Zu Beginn der Partie lag der GHC mit 1:5 zurück, kämpfte sich mühsam bis zum 17:17-Pausenstand heran.

Die Aufholgjagd begann in der 37. Minute, als Torhüter Christopher Bretschneider erst einen Wurf parierte und den gehaltenen Ball zielgenau bei Andre Schirmeister unterbrachte. Der Linksaußen traf problemlos zum 20:19 für die Hausherren. Es war die erste Führung für den GHC in der Begegnung, dafür behielt sie die Lepper-Sieben auch bis zuletzt.

So endete auch Güsens Trainer versöhnlich: "Wir haben bis zum Schluss als Team gekämpft und den Sieg geholt."

Güsener HC: Bretschneider, Teske - K. Haßbargen (13), Schirmeister (6), Schulz (1), Prause (1), K. Lepper, R. Klewe (4), Kampe (2), Heitzmann (2), Gerlach (2), Mache

Lok Oschersleben: Günther, Fichtner - Hilliger (1), Rabe, Fritsche (4), Rudolph (2), König (3), Müller (1), D. Fischer (1), T. Fischer (7), Bentsch (4), Neumann (2), Schwarz (2), Staatz (2)

Zeitstrafen: GHC 4 - 4 Lok; Siebenmeter: GHC 9/8 - 8/6 Lok