Wolfen/Gerwisch (hal/ahf) l Das diesjährige Februar-Turnier der SG Chemie Wolfen lockte 90 kampflustige Judokas in die Filmstadt. Eigentlich waren mehr Starter gemeldet, aber auch Sportler sind vor der Grippewelle nicht gefeit. Die Stimmung der Teilnehmer aus zwölf Vereinen und zwei Bundesländern war aber dennoch sehr gut. Aus Gerwisch reisten Lotte und Luise Averkorn nach Wolfen.

Für die Zwillingsschwestern war es die erste Turnierteilnahme in der höheren Altersklasse der U 13. Durch die so vorgeschriebenen einheitlichen Gewichtsklassen ergab es sich, das Lotte und Luise in der gleichen Gewichtsklasse bis 28 Kilogramm antreten mussten. In diesem Familienduell schenkten sich beide nichts und gingen hier aufs Ganze. Sie zeigten technisch sehr guten und ausgewogenen Sport, der am Ende nur durch den Kampfrichter zugunsten von Lotte entschieden wurde. So belegte Luise hinter ihrer Schwester Rang zwei. Beide nutzten jedoch die Gelegenheit und meldeten sich für Freundschaftskämpfe an.

Hier mussten die Gerwischer allerdings in der nächst höheren Gewichtsklasse antreten, was ganze sieben Kilogramm mehr bedeutete. Doch sowohl Lotte, die gegen die Erstplatzierte antrat, als auch Luise gegen die Rangzweite des Turniers, setzten einige Achtungszeichen. Lotte unterlag ihrer Leipziger Gegnerin letztlich nur aufgrund des Kampfrichterentscheids. Ihre Schwester gelang sogar ein Unentschieden.