Güsen l Eigentlich hätten die Verbandsliga-Handballer des Güsener HC (5.) ja noch eine Rechnung mit dem heutigen Gegner von TuS Magdeburg- Neustadt (8.) offen. Doch die Grippewelle hat dafür gesorgt, dass Co-Trainer Thomas Lepper froh ist, wenn heute wirklich sieben spielfähige Akteure um 17 Uhr auf dem Parkett der Elbe-Havel-Sporthalle stehen.

"Momentan ist bei uns einfach der Wurm drin, sei es durch Verletzungen oder wie jetzt mit der Grippe", so der GHC-Verantwortliche. Vielleicht nur eine Verkettung unglücklicher Umstände oder doch ein schlechtes Omen am Freitag, den 13., bei Lepper gingen am gestrigen Vormittag jedenfalls viele Absagen auf dem Handy ein. Nun werden wohl Spieler aus der Güsener Reserve aushelfen müssen.

Kampflos ergeben wollen sich die Gastgeber jedoch nicht, schließlich hat die GHC-Sieben noch eine Rechnung mit den Gästen aus der Landeshauptstadt offen. Im Hinspiel unterlag der Tabellenfünfte deutlich mit 24:33. "Spielen müssen wir, ob mit elf Akteuern auf dem Protokoll oder nur mit sieben. Die Punkte wollen wir selbstverständlich auch in Güsen behalten und werden alles dafür tun."

Seit dem Sieg über die Güsener hat der TuS nur ein Spiel gewonnen (35:25 gegen Ilsenburg). Zweimal stand ein Unentschieden auf der Anzeige (30:30 gegen LSV 90 und 29:29 gegen BSV Magdeburg II). Gerade auwärts präsentieren sich die Landeshauptstädter nicht von ihrer besten Seite.

Eigentlich spricht also alles für die Hausherren, wäre da nicht die Personalnot. Neben den Langzeitverletzten Christian Haßbargen und Erik Klewe, hat die Grippe mit Christian Kampe und Andre Schirmeister noch beide Außen erwischt. Außerdem fehlen Steffan Prause und Andy Mache verletzt.

Dabei ist Güsen beinahe schon zum Siegen verdammt, denn auch Lepper weiß: "Die richtigen Brocken für uns kommen erst noch. Aber bevor wir auf die Tabelle schauen, müssen wir uns erst einmal auf uns konzentrieren und endlich mal wieder ein gutes Spiel abliefern."