Während Sachsen-Anhalt-Ligist SV Eintracht Gommern am vergangenen Wochenende beim Handball-Spitzenreiter TSG Calbe antrat, ist mit Germania Borne heute um 17 Uhr das Team am Tabellenende zu Gast im Europagymnasium.

Gommern l Während der Aufsteiger bereits 19 Pluspunkte gesammelt hat, haben die Salzländer gerade einmal fünf Zähler auf ihrem Konto und damit die Rote Laterne inne. Demnach kämpft Borne also noch um das nackte Überleben in der höchsten Spielklasse des Landes. Die Gastgeber haben sich den Klassenerhalt dagegen bereits gesichert.

Bereits im Hinspiel war die Germania-Sieben für die Eintracht kein Hindernis. Mit dem 35:24-Auswärtserfolg tankten die Gommeraner ordentlich Selbstvertrauen. "Borne lag uns. Wir sind befreit aufgetreten und haben unser schnelles Umkehrspiel gut aufgezogen. Das war sicherlich eine unserer besten Partien", erinnert sich Eintracht-Trainer Dirk Heinrichs an die Hinrunden-Begegnung. Aber ein Schelm ist, wer jetzt denkt, dass diese Begegnung ein Selbstläufer wird. Heinrichs warnt vor der Favoritenrolle: "Auf dem Papier haben wir wahrscheinlich die besseren Karten, aber auch diese Partie muss erst einmal gewonnen werden." Überheblichkeit ist also fehl am Platz.

Denn nicht nur bei der 21:27-Niederlage gegen Spitzenreiter Calbe am vergangenen Wochenende entdeckte der SVE-Coach Defizite seiner Sieben. Bereits des Öfteren hatte Gommern Probleme, was den Abschlus betrifft. Zwar erarbeitet sich der Tabellenachte immer wieder gute Möglichkeiten, einzig die Treffgenauigkeit ist das Problem. "Gegen Calbe haben wir zu zaghaft agiert. Und auch im Hinspiel in Borne lief unser Angriffsmotor erst ab der 20. Minute warm", so der Eintracht-Trainer, dessen Erfolgsrezept folglich lautet: "Wir müssen die richtige Dosierung finden. Also nicht zu zaghaft, aber auch nicht überheblich abschließen. Stattdessen konzentriert rangehen."

Immerhin kann Heinrichs heute aus den Vollen schöpfen. Außer Stephan Lindner, den die Grippewelle erwischt hat, steht dem SVE-Coach der ganze Kader zur Verfügung. Diese Tatsache empfindet Heinrichs zwar durchaus positiv, warnt aber noch einmal eindringlich davor, Borne zu unterschätzen. "Wir müssen nur etwas zu übermütig sein und schon verlassen wir die Platte als Verlierer. Durch die Favoritenrolle ist diese Partie für mich sogar schwerer, als die Aufgabe gegen Calbe, wo wir zumindest nichts zu verlieren hatten."