Gommern (vwo/ahf) l Die SG Blau-Weiß Niegripp bleibt in der Fußball-Landesklasse der Angstgegner des SV Eintracht Gommern. Seit nunmehr drei Jahren warten die Ehlestädter auf einen Derbysieg. Auch am Sonnabend jubelten die Gäste über einen 3:1 (1:1)-Erfolg und sammelten wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Zu Beginn der Partie war beiden Teams eine gewisse Nervosität anzumerken, worunter der Spielfluss merklich litt. Der erste klug vorgetragene Angriff der Niegripper führte dann jedoch zur 1:0-Führung. Über die Stationen Patrick Rennwald und Paul Sandmann schloss Bill Jentzsch die gute Vorarbeit über rechts mit dem Führungstreffer ab. Danach übernahm Gommern das Heft des Handelns und schnürte die Gäste regelrecht ein. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Justin Schaffrath nach 38 Minuten. Sein Schuss knallte jedoch an den Pfosten. Nach einem klaren Handspiel von Stefan Jonas im Strafraum verwandelte Muja Avdyli vom Elfmeterpunkt zum verdienten Ausgleich kurz vor dem Seitenwechsel (45.). "Wir haben erst einmal abgewartet, wussten aber worauf es ankommt. Der Führungstreffer war Wahnsinn, der Handelfmeter berechtigt", so SG-Trainer Joachim Greisner zur ersten Halbzeit.

Doch auch nach der Pause machte die Eintracht Druck. Niegripp-Torhüter Chris Klein verhinderte in der 50. Minute mit einer tollen Parade die Führung für die Gastgeber. Avdyli hatte den Keeper mit einem Freistoß zur Glanztat gezwungen. Diese Szene war die Initialzündung für die Blau-Weißen, die in der Folge immer wieder gefährlich vor dem Gehäuse von Andreas Hoffmann auftauchten. So traf Sandmann in der 56. Minute nur das Außennetz. Besonders der quirlige Matthias Lindenblatt, der sich seine Erkältung nicht anmerken ließ, spielte die Gommeraner Abwehr auf der linken Seite ein ums andere Mal schwindlig. So war Hoffmann erneut in der 72. Minute gefordert, als Sandmann völlig frei an den Ball kam.

Der SVE kam kaum noch über die Mittellinie. Zwei Minuten vor dem Abpfiff nahm sich Christof Sobiechowski an der rechten Strafraumgrenze ein Herz und hämmerte den Ball zur 2:1-Führung der Gäste ins Netz. In der 90. Minute glückte Sandmann doch noch sein Tor zum 3:1-Endstand.

"Ein Lob an die Mannschaft, dass sie so gespielt hat. Die Druckphase von Gommern nach der Pause haben wir unbeschadet überstanden. Das war wichtig, weil so eine Partie oftmals vom nächsten Treffer entschieden wird. Bei uns war die Freude natürlich groß, besonders bei Paul, der sich sehr geärgert hat, dass er seine beiden Möglichkeiten vor dem 3:1 nicht schon gemacht hat", fasste Greisner zusammen. Während sich die SG auf Platz zwölf verbesserte, wird die Luft für den SVE auf Rang 15 dagegen langsam dünn.

Eintracht Gommern: Hoffmann - Hildebrand, Simon (85. Weber), Bytygi (35. Herzog), Namshaa, Bea, Christel, Musliu, Avdyli, Sindermann, Schaffrath

Blau-Weiß Niegripp: Klein - Gerber, Jonas (65. Sobiechowski), Briest, Nabel, Jentzsch, Lindenblatt (90. M. Schlüter), Mlynek, Sandmann, Rennwald (72. B. Schlüter), Pantenburg

Tore: 0:1 Bill Jentzsch (12.), 1:1 Muja Avdyli (FE 45.), 1:2 Christof Sobiechowski (88.), 1:3 Paul Sandmann (90.); SR: Stephan Mattheis (Gardelegen), Marcel Hosenthien, Bastian Lammers; ZS: 60