Gommern (bjr) l Sollten die Arbeitgeber der Eintracht-Handballer aus Gommern ein Herz für den Sport haben, ist nun der ideale Zeitpunkt gekommen, es unter Beweis zu stellen. Egal ob Gleitzeit oder Überstunden abbummeln - heute dürfte jedes Mittel für einen frühen Feierabend recht sein. Zum ungewohnten Freitagstermin gastiert der Siebte der Sachsen-Anhalt-Liga nämlich ab 19 Uhr beim HSV Magdeburg (5.). Damit ist auch klar: Auf dem Weg vom Büro in die Eike-von-Repgow-Sporthalle zählt jede Minute.

"Das ist natürlich auch für uns Neuland. Wir müssen sehen, wie wir mit dem Termin klar kommen. Man darf nicht vergessen, dass zum Anwurf hinter einigen Spielern schon neun oder zehn Stunden Arbeit liegen", zeigt sich auch SVE-Coach Dirk Heinrichs abwartend und man möchte seinen Spielern wünschen, dass zumindest in der Mittagspause ein bisschen Zeit für Entspannungsübungen oder autogenes Training bleibt.

Die Aufgabe im Magdeburger Stadtteil Nordwest hat es schließlich in sich. Nicht nur, dass der HSV nach der Rückkehr von Michael Jahns, der mehrere Monate mit einem gebrochenen Mittelfuß ausfiel, wieder auf seine gefährlichste Waffe zählen kann, auch lässt sich davon ausgehen, dass die Landeshauptstädter in eigener Halle Wiedergutmachtung für die zuletzt erlittene 28:29-Niederlage bei der SG Kühnau leisten wollen. "Im Hinspiel hat uns der HSV nicht sonderlich gut gelegen (32:37, Anm.d.Red.). Zudem sind die personellen Vorteile nicht auf unserer Seite zu suchen. Aber ich denke auch, dass die Tagesform eine Rolle spielen wird und wir einfach schauen müssen, was für uns drin ist", verbreitet Heinrichs vorsichtigen Optimismus. Nach gestrigem Stand hat der Coach auch alle Spieler an Bord. Fragezeichen stehen einzig hinter den Einsätzen von Alexander Schäde und Philipp Eckhardt - man ahnt es bereits - aus beruflichen Gründen.