Alle zehn Teams der Volleyball-Landesoberliga treten heute in Gardelegen zum zentralen Abschlussspieltag an. Ab 10.30 Uhr mit dabei und motiviert, im Kampf um die Medaillenvergabe noch ein Wörtchen mitzureden: der Burger VC 99 (4.), der auf die USV Halle Volleys I (9.) trifft.

Burg (rgä/ahf) l Im Fernduell um Platz drei muss der BVC 99 vorlegen. Zwei Stunden später entscheidet sich mit dem Duell zwischen dem SV Fortuna Ballenstedt (3.) und dem SV Motor Zeitz (10.) die Abschlussplatzierung. Zusätzliche Brisanz entsteht dadurch, dass beide Hallenser USV-Teams im Fernduell den zweiten Absteiger unter sich ausmachen.

Auch wenn Ballenstedt die bessere Ausgangslage genießt, reisen die Burger mit großem Selbstbewusstsein in die Altmark. Schließlich wurden zuletzt auch gegen die beiden Top-Teams aus Dessau und Gardelegen zwei Heimsiege eingefahren. Zudem mussten sich die Schützlinge von Trainerin Jessyka Postolla im Verlauf der Rückrunde nur zweimal geschlagen geben. "Wir haben vor allem im letzten Heimspiel gegen Gardelegen konzentriert gespielt und uns stark präsentiert. Daran müssen wir anknüpfen", sieht Mittelblocker Sebastian Behr dann auch keinen Grund für übertriebene Zurückhaltung.

Allerdings hat der knappe 3:2-Hinspielsieg gezeigt, dass die Hallenser keine Laufkundschaft sind. Sollte das junge Team erst einmal ins Rollen kommen, kann es jedem Gegner gefährlich werden. Folglich gilt es aus Burger Sicht, von Beginn an hellwach zu sein und schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass Mittelblocker Dennis Raab das Geschehen heute nur von der Bank aus verfolgen kann. Beim 3:1 gegen die Gardelegener zog er sich eine Handverletzung zu - das vorzeitige Saisonaus.

Der Showdown um den letzten zu vergebenden Medaillenplatz wäre aus Burger Sicht fast zu vermeiden gewesen. Im Nachholspiel vom vergangenen Sonnabend konnte der USC Magdeburg II allerdings gegen Ballenstedt keine Schützenhilfe leisten (1:3). Doch selbst wenn es nicht gelingen sollte, die Fortunen zu überflügeln, können die Ihlestädter nach dem Wochenende zufrieden auf die Serie 2014/2015 zurückblicken. "Wir sind mit dem Ziel Klassenerhalt in die Saison gestartet und haben zwischenzeitlich sogar im Kampf um die Tabellenspitze mitgemischt. Darauf bin ich sehr stolz, auch wenn uns in der ein oder anderen Partie wie gegen Weißenfesl oder Dessau die Coolness gefehlt hat. Im letzten Saisonspiel wollen wir noch einmal alles geben und idealerweise ein Sieg einfahren", formuliert Teamkapitän Hendrik Kliefoth.

Im Saisonfinale bauen er und die Mitspieler daher auch noch einmal auf die Unterstützung ihres treuen Anhangs. Der Fan-Bus fährt um 7.30 Uhr von der Sporthalle Burg-Süd ab.