Als neuer Vize-Weltmeister im Viererbob war Andreas Bredau, Anschieber in Diensten des Mitteldeutschen Sportclubs, Stargast bei der Ehrung der Sportler des Jahres 2014. Neben den Auszeichnungen, die der 31-Jährige vornahm, erfüllte der gebürtige Burger zahlreiche Autogrammwünsche. Sportredakteur Björn Richter sprach mit dem 1,97-Meter-Hünen.

Volksstimme: Herr Bredau, Ihr Lebensmittelpunkt liegt mittlerweile in Halle. Wieviel "Burger Junge" steckt noch in Ihnen?

Andreas Bredau: Eine ganze Menge. Meine gesamte Familie wohnt im Jerichower Land und ich sehe Burg nach wie vor als Heimatstadt an. Hier bin ich groß geworden, komme regelmäßig zu Besuch und mit der Sparkasse Jerichower Land hat auch mein Hauptsponsor seinen Sitz in Burg.

Mit dem Vize-WM-Titel und Podestplätzen im Weltcup liegt eine erfolgreiche Saison hinter Ihnen. Wie verbringt der Wintersportler Andreas Bredau die Frühlingsmonate?

Ich habe jetzt vier Wochen Urlaub. Der Sport nimmt doch in der Saison viel Zeit in Anspruch. Ich genieße daher im Moment Alltägliches; etwa meine beiden Kinder in die Kita zu bringen. Ab April steht wieder das Training im Mittelpunkt. Bis dahin habe ich noch eine lange Liste mit Dingen abzuarbeiten, die im Winter liegengeblieben sind (lacht).

Sie haben ein wenig neidisch auf die Sportlerwahl-Pokale geblickt. So einer hätte sich sicher auch gut in Ihrer Sammlung gemacht, oder?

Ich hatte seinerzeit nicht die Möglichkeit, in einem der hiesigen Vereine zu trainieren und nominiert zu werden. Aber die Sportlerwahl ist eine tolle Sache. Schließlich fängt jeder Erfolg im Kleinen an. So ein Anlass erinnert mich immer daran, nicht zu vergessen, wo ich herkomme.