Gommern (vwo/bjr) l Die Ostertage standen beim SV Eintracht Gommern wahrlich unter keinem guten Stern. Zum einen erschütterte den Verein die Feuertragödie im Ort, die am Gründonnerstag drei ehrenamtliche Mitarbeiter der Tafel das Leben kostete. Zum anderen erreichte die SVE-Fußballer eine Nachricht, die menschlich ebenso wie sportlich schwer zu verdauen ist: Vor dem morgigen Heimspiel (15 Uhr) gegen den Spitzenreiter der Landesklasse II, den TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens, musste die Mannschaft (15.) den Abgang von Arbnor Musliu hinnehmen. Die Aufenthaltsgenehmigung des Kosovaren, der sich kürzlich im Debüt gegen Groß Santersleben (5:2) mit drei Treffern fulminant vorgestellt hatte, wurde nicht verlängert, was die unverzügliche Rückkehr in sein Heimatland zur Folge hatte.

Die Vorzeichen vor dem Duell mit dem Staffelprimus haben sich durch Muslius Demission folglich nicht verbessert. "Wir sind ohne Frage in einer prekären Situation", räumt SVE-Trainer Thomas Wilke ein, fügt aber einen kämpferischen Nachsatz hinzu: "Wir haben gegen Kleinmühlingen nichts zu verlieren, wollen für eine Überraschung sorgen und sind am Zug."

Tatsächlich geht man auch bei den morgigen Gästen nicht von einem Selbstläufer aus. Dem 2:0-Sieg im Hinspiel und der klaren Ausgangslage zum Trotz meint TSV-Trainer Mario Katte: "Die Eintracht muss gewinnen und wird entsprechend im Heimspiel auftreten. Dass wir ständiges Pressing spielen, sehe ich daher als unwahrscheinlich. Vielmehr gilt es abzuwarten, was sich ergibt."

Ob es sich beim gegnerischem Understatement um ein taktisches Manöver oder um berechtigte Vorsicht handelt - für die Gommeraner gilt es morgen, auch das letzte Bisschen Kampf und Einsatz in die Waagschale zu werfen, um den Abstand zum rettenden Klassenerhaltsufer nicht noch weiter anwachsen zu lassen.

Es fehlen: Tilmann Roos, Björn Wehling (beide langzeitverletzt), Andreas Hoffmann (Urlaub), Marko Kuhle (fraglich) - Manuel Igel (langzeitverletzt), Holger Götsche, Johannes Schliemann (beide verletzt), Christoph Irmscher (beruflich); SR: Benjamin Lanzki (Oschersleben); Hinspiel: 0:2