Gommern (bjr) l Reden hilft eben doch. Nach fünf Niederlagen in Folge sah man sich bei den Sachsen-Anhalt-Liga-Handballern des HSV Haldensleben kürzlich zu einer Runde "Tacheles" gezwungen. "Wir hatten eine sehr konstruktive Aussprache und ich denke, dass alle den Ernst der Lage erkannt haben. Wir haben mit dem Trainer gesprochen und auch vor keinen Namen halt gemacht", schilderte kürzlich HSV-Shooter David Stolze. Auf den Klartext folgte die erhoffte Reaktion: Ihr vorerst letztes Heimspiel gewannen die Ohrestädter gegen die SG Kühnau überzeugend mit 31:26. Geht es nach dem SV Eintracht Gommern (7.), der heute Abend um 17 Uhr Gastgeber für die Haldensleber (10.) ist, bleibt das Achtungszeichen ein kurzes Strohfeuer. Mit einem Heimsieg will der SVE selbst den Klassenerhalt endgültig in trockene Tücher bringen.

Je nach Zahl der Absteiger ist aus Sicht von Eintracht-Trainer Dirk Heinrichs noch keine Entwarnung geboten: "Rein rechnerisch ist noch nichts geschafft. Dennoch denke ich, dass wir die letzten vier Spiele ein bisschen gelassener angehen können. Wenn wir den siebten Platz am Ende der Saison halten, haben wir viel erreicht."

Ein Heimsieg wäre ein guter Grundstein. Doch trotz des tabellarischen Vorteils sieht der Coach sein Team nicht in der Favoritenstellung: "Es wäre vermessen, von sicheren zwei Punkten zu sprechen. Wir sind neu in der Liga. Haldensleben zählt zu den etablierten Teams. Trotzdem haben wir aus dem Hinspiel etwas gut zu machen." Seinerzeit kam der SVE angesichts von 30 Fehlwürfen und technischen Fehlern nicht über ein 26:26-Remis heraus.

Um heute doppelt zu punkten, wird es daher darauf ankommen, trotz dreiwöchiger Matchpause schnell zum gewohnten Rhythmus zu finden. Nicht beim Vorhaben mitwirken wird Stephan Lindner, der noch nicht wieder zu 100 Prozent fit ist.