Biederitz (ihe/ahf) l Der SV Eiche Biederitz hat das Spitzenspiel der Handball-Verbandsliga gegen den vorzeitig feststehenden Meister und Aufsteiger des Post SV Magdeburg überraschend deutlich mit 19:27 (8:10) in eigener Halle verloren. Damit ist der angestrebte Podestplatz wieder in Gefahr.

Die Gastgeber hatten sich für diese Begegnung enorm viel vorgenommen. "Wir haben zu keiner Zeit zu unserem Spiel gefunden und sind zu Recht als zweiter Sieger vom Feld gegangen", konstatierte der Biederitzer Trainer Uwe Werkmeister enttäuscht nach dem Schlusspfiff. Damit ist die elf Siege dauernde Serie des SV Eiche gerissen, die nach dem Hinspiel auf dem Lorenzweg (23:24) ihren Anfang nahm.

Der vorzeitige Meister zeigte gleich zu Beginn in einer äußerst fairen Begegnung sein Können und ging mit 2:0 und 4:1 in Führung. Den Gastgebern fiel es sichtlich schwer, zu Torerfolgen zu kommen, da das Durchsetzungsvermögen und auch die körperliche Frische der letzten Wochen vergeblich gesucht wurde. So enteilten die Gäste auf 7:3, spürten aber wenig später durch die Anschlusstore zum 6:7 beziehungsweise 7:8 den Atem des Kontrahenten. Beim Stand von 8:9 bekamen die Biederitzer einen Strafwurf zugesprochen, den sie jedoch ungenutzt ließen. Im Gegenzug sorgten die Landeshauptstädter für den 10:8-Pausenstand.

Auch nach dem Wechsel änderte sich am Spielverlauf zunächst nur wenig. Die Gäste behaupteten die Führung, da die SVE-Sieben auch in Hälfte zwei nie den (spielerischen) Schalter umlegen konnte. Auch die Vorgaben für die Defensive gegen den Magdeburger Rückraum wurden nur zu selten in die Tat umgesetzt. Nach dem 14:13 legten die Gäste mit drei Toren zum 17:13 nach. Mit zumindest lobenswerten kämpferischen Mitteln kamen die Biederitzer zwar noch einmal zurück (16:18), mussten dann aber zunehmend die Segel streichen. In den Schlussminuten brachte schließlich der Post SV den jederzeit verdienten Auswärtserfolg über die Runden. Am Ende setzte sich die Mannschaft um Trainer Volker Grube mit 27:19 durch und bewies recht beeindruckend, dass sie der verdiente Meister und Aufsteiger der zu Ende gehenden Saison ist.

"Es sollte heute einfach nicht sein. Jetzt gilt es, die verbliebenen Partien beim BSV Magdeburg II und gegen den FSV Magdeburg siegreich zu gestalten, um Platz zwei zu sichern", blickte der Biederitzer Coach nach der Pertie schon wieder nach vorn.

Biederitz: Wichmann, Wetzel - Sonntag (1), Enke, Wolff, Peters (3), Schnetter (2/1), Große (1), Bretschneider (7/2), Freistedt (1), Steinweg, Schrader (2), Wiedon (2)

Post SV: Preuß, Scheibe - Jordan (5), Schliephake (3/1), Holst (1), Hoscher (1), Frank (6), Zunkel, Häberer (1), M. Dehnhardt (2), C. Dehnhardt (8)