Zum letzten Heimspiel der Saison empfängt Sachsen-Anhalt-Ligist SV Eintracht Gommern (7.) heute um 17 Uhr die HSG 2000 Wolfen (13.). An den Hinspiel-Erfolg denken die Gastgeber zwiespältig zurück und stellen sich auf eine harte Partie ein.

Gommern l Den 13. Dezember 2014 wird das Team von Trainer Dirk Heinrichs wohl so schnell nicht vergessen. Während des Spiels in Wolfen-Krondorf ging Gordon Kaffenberger bewusstlos zu Boden, nachdem er einen Schlag abbekommen hatte. Der Rückraum-Schütze kam mit einem ausgerenkten Kiefer ins Krankenhaus. Während der Gommeraner untersucht wurde, drehten seine Mannschaftskameraden eine Partie, in der sie bis zur 40. Minute mit fünf Treffern zurücklagen. Am Ende holten Kaffenberger zehn fröhliche Mitspieler aus dem Krankenhaus ab und erzählten ihm die Geschichte, wie sie doch noch als Sieger vom Parkett gingen (34:31).

"Die Begegnung verlief sehr körperbetont. Am Ende haben wir auch aufgrund des Ausfalls von Gordon und wegen unserer konditionellen Vorteile noch gewonnen", erinnert sich Heinrichs an das Hinspiel. Eine solche Initialzündung wie damals braucht es aber in Gommern heute Nachmittag nicht und auch die Körperlichkeit dürften die Gäste gern in Wolfen lassen, wenn es nach dem SVE-Trainer geht. "Aber die HSG wird sicherlich ihren letzten Strohhalm auf den Klassenerhalt ergreifen wollen. Gewinnen sie gegen uns und holt Seehausen nicht mehr als einen Punkt in ihrer Partie gegen Kühnau, ist rechnerisch noch alles für die Gäste drin", erläutert Heinrichs die Tabellenkonstellation.

Zwei Spiele sind noch zu absolvieren und den momentan elftplatzierten HBC Wittenberg und damit das rettende Ufer trennen nur zwei Punkte von den Verfolgern Seehausen und Wolfen. "Wir könnten also das Zünglein an der Waage werden."

Die Gäste werden hochmotiviert sein und ihrem körperbetonten Spiel treu bleiben. Für den SVE geht es nur noch darum, ob am Ende der Saison Platz sieben oder acht steht. "Das ist die Schwierigkeit, die Konzentration und den Einsatz in den verbleibenden Partien hoch zu halten."

Immerhin sind alle Spieler wieder weitgehend fit. Den Krankenhausbesuch wollen sich die Gastgeber diesmal aber auf jeden Fall ersparen.