Die SG Gerwisch hat sich weiter die Hoffnung auf ein kleines Fußballwunder bewahrt. Mit einem 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den Magdeburger SV Börde sicherten sich die Blau-Weißen zwei Spieltage vor dem Saisonende in der Fußball-Landesliga zumindest die theoretische Chance auf den Klassenerhalt. "Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben erledigen, dann können wir schauen, was die Konkurrenz noch macht", sagte Trainer Thomas Sauer mit Blick auf den Vier-Punkte-Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Gerwisch (bjr/hpl). Erschwerend für die SG kamen am Sonnabend die verletzungsbedingten Ausfälle von Steffen Tangermann und Stefan Dudziak hinzu. Dafür nahmen mit Alexander Kühne und Daniel Bodenstein zwei Spieler der Gerwischer Reserve zunächst auf der Bank Platz.

Die zahlreichen Zuschauer, die sich auch bedingt durch den Sponsorentag der SG auf dem Sportplatz in Gerwisch einfanden, sahen zunächst ein Spiel zwischen den Strafräumen. Der MSV Börde strahlte dabei die größere Torgefahr aus. Eine erste Chance für die Platzherren verbuchte Mathias Herms, dessen Schuss zur Ecke geklärt wurde (16.). Ein Einwurf von Herms fand wenig später Marcus-Antonio Bach, der jedoch nicht genug Druck hinter den Ball brachte (22.). Ein weiteres Achtungszeichen setzte André Schacker, dessen Distanzschuss knapp über die Torlatte ging (30.). Auf der Gegenseite konnte sich Torhüter Marco Pranke vor der Pause bei zwei Fernschüssen der Gäste auszeichnen (33., 36.). "Marco hat in den vergangenen Wochen viel einstecken müssen, hat aber heute wie schon gegen Schönebeck eine starke Leistung gezeigt", lobte auch Sauer seinen Schlussmann.

Nach Wiederbeginn bot seine Elf 20 Minuten lang "Schlafwagenfußball", wie der Trainer befand. Die Gäste, vor allem durch Standard-Situationen gefährlich, münzten ihre Überlegenheit jedoch in dieser Phase nicht in Tore um. Besser machten es die Blau-Weißen. Nachdem Bach zunächst per Kopf knapp scheiterte, umkurvte er in der 76. Minute MSV-Schlussmann Robert Leonhardt und schob zur 1:0-Führung ein. "Danach hatte ich eigentlich wenig Sorgen, dass wir das noch verspielen", blickte der Trainer zurück. Das Gefühl sollte Sauer recht geben, Gerwisch überstand die Schlussoffensive der Landeshauptstädter schadlos.

"Was der Sieg am Ende wert ist, wissen wir erst in zwei Wochen", sagte Sauer abschließend, der jedoch betonte, dem Saisonfinale "realistisch" entgegenzublicken.