Wolfen (bkr) l Die Handball-Männer vom HV Wernigerode haben es in der Sachsen-Anhalt-Liga versäumt, zwei weitere Pluspunkte einzufahren. Bei der HSG Wolfen kassierten sie eine unnötige 25:28-Niederlage. "In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Tore kassiert und nach der Pause selbst zu wenig Tore geworfen" stellte Stefan Sackmann nach dem Spiel völlig zurecht fest.

Vor allem die Abwehr des HVW, der in diesem Spiel verletzungs- und krankheitsbedingt auf einige Akteure verzichten musste, war in den ersten 30 Minuten von der Bestform meilenweit entfernt. Auch Torhüter Michael Zimmermann erwischte keinen guten Tag, wurde oft von seinen Vorderleuten allein gelassen. Dennoch gelang es, bis zum 4:4 das Spiel offen zu gestalten. Doch dann zogen die Wolfener innerhalb von fünf Minuten bis auf 8:4 (14.) davon. Von diesem Rückschlag erholten sich die Harzer nicht mehr. In der Folgezeit ließen sie viele klare Möglichkeiten aus, da- runter auch einige Sieben- meter. So kam es, dass die Gäste den Rückstand nicht aufholten und zur Halbzeit (19:15) auch hinten lagen.

Mit Beginn der zweiten Hälfte zeigte sich die Abwehr des HVW gefestigt und ließ mit dem eingewechselten Torwart Andreas Wisotky bis zur 47. Minute nur fünf Gegen- tore zu. Das war eigentlich eine gute Grundlage, den Rückstand wettzumachen. Die Wernige- röder hätten in dieser Phase eigentlich ausgleichen können, ja müssen, doch sie ließen im Angriff weiter reihenweise die besten Möglichkeiten aus. Am Ende landete der Gastgeber einen 28:25-Erfolg. "Insgesamt haben wir nach der Pause nur neun Gegentore zugelassen, aber auch nur zehn Tore geworfen, obwohl Chancen reichlich da waren. Für uns waren die Siegpunkte locker drin", so HVW-Trainer Björn Ahlsleben.

HV Wernigerode: Zimmermann, Wisotzki - Völkel (2), Meißner (1), Nierlein (4/1), Karau, Sackmann (2), Czaya (10/3), Liebscher (6/2).

Siebenmeter: HSG Wolfen 7 (7), HV Wernigerode 12 (7), Zeitstrafen: HSG Wolfen: 2, HV Werni- gerode 3.