Ilsenburg (kdm/hbu) l Das Wechselwochenende, bei dem das Gastrecht von einem auf den anderen Tag wechselt, hat der Mannschaft des KSC Ilsenburg einen zum Teil unbefriedigenden Spielverlauf beschert. Während die Harzer bei der gastgebenden SG Union Oberschöneweide keinen Stich sahen, beherrschten sie tagsdarauf daheim ihre Hausbahn recht gut. Wobei erschwerend hinzukam, dass der KSC an beiden Wettkampftagen Volker Ludwig krankheitsbedingt ersetzen musste. Dennoch hatten sich die KSC-Männer für das Rückspiel in Ilsenburg einiges vorgenommen. Aber leider klappte es nicht ganz so wie erhofft, weil man nach hartem Kampf den etwas glücklicheren Hauptstädtern den Zusatzpunkt überlassen musste.

SG Union Oberschöneweide - KSC Ilsenburg 5556:5471 (51:27) 3:0. Gegen die Startachse der hochmotivierten Gastgeber setzten sich die Harzer energisch zur Wehr, denn sowohl Martin Bollmann und Horst Bläß ließen sich auf Ilsenburger Seite nicht sonderlich beeindrucken und hielten den Rückstand mit 11 Holz in erträglichen Grenzen. Dabei spielte Bläß mit 928 Holz die Ilsenburger Bestleistung. Auch in der Mittelachse hielten Christian König und Holger Schneevoigt dem Druck noch einigermaßen stand, hatten jedoch mit 35 Holz minus im Endeffekt keine Chance. Zusehends ins Hintertreffen indes gerieten Oliver Angerstein und Marcel Gleffe in der Schlussachse. Gegen die gnadenlos aufspielenden Auswahlspieler Frank Lüer und Peter Kowal waren sie letztendlich froh, noch halbwegs glimpflich davon gekommen zu sein.

Kowal spielte mit 937 Holz die absolute Topleistung und schraubte die Differenz auf 85 Holz. Der berechtigte Erfolg der Berliner beruhte auf einem sehr homogenen Mannschaftsgefüge, wobei die Ilsenburger in diesem Punkt noch einige Baustellen haben.

KSC Ilsenburg: Bollmann (906), Bläß (928), König (927), Schneevoigt (892), Angerstein (912), Gleffe (906).

KSC Ilsenburg - SG Union Oberschöneweide 5275:5219 (43:35) 2:1. Im Rückspiel präsentierten sich die Läufe im heimischen Eichholz witterungsbedingt wieder von ihrer schwierigen Seite. Vorgewarnt vom klaren Sieg der Berliner am Vortag trat Ilsenburg in der Startachse mit der bewährten Startachse Christian König und Horst Bläß an. Mit 897 Holz schrammte König als Tagesbester knapp an der 900er Marke vorbei. Bläß indes konnte nicht ganz sein gutes Trainingsergebnis spielen. Beide legten aber mit 70 Holz auf der Habenseite den Grundstein für den Sieg. Die Mittelachse mit Adrian Imm und Holger Schneevoigt bewies Nervenstärke und büßte lediglich ein Holz ein. Als dann Marcel Gleffe und Oliver Angerstein in der Schlussachse abermals auf Frank Lüer und Peter Kowal trafen, behielten die Berliner Routiniers mit 13 Holz knapp die Oberhand. Damit büßte der etwas glücklos agierende KSC auch den Zusatzpunkt ein. Wiederum war es Kowal, der mit 880 Holz die Bestmarke der Hauptstädter erzielte. Viel Beifall gab es zum Schluss für Ilsenburgs Volker Ludwig, der sein Debüt als Kampfrichter mit Bravour meisterte. In der Tabelle nehmen die Ilsenburger zurzeit den achten Platz ein.

Ilsenburg: König (897), Bläß (883), Imm (870), Schneevoigt (880), Gleffe (871), Angerstein (874).