Halberstadt l In der gut besuchten Sporthalle "Völkerfreundschaft" in Halberstadt gab es eine emotionsgeladene Endrunde, für die sich fünf Harzligisten und drei Harzklasse-Vertreter qualifiziert hatten.

Vor allem die Fans des SV 56 Timmenrode sorgten auf den Rängen für eine Superstimmung. Auf der Spielfläche war auch allerhand los, es gab sehenswerte Spielzüge, schön herausgespielte Tore und Klasse-Torwartparaden - aber auch teilweise übertriebene Härte, Rudelbildung und zwei Rote Karten nach Tätlichkeiten. "Die Emotionen kochten teilweise über", meinte Schiedsrichter Horst Klutzny, dem es mit seinen Kollegen nicht immer leicht gemacht wurde. Am Ende beruhigten sich aber die Gemüter wieder.

Als Titelverteidiger war der FC Einheit angetreten. Der Favorit wankte auch zweimal, fiel aber nicht. In der Gruppenphase sicherte sich der FC im letzten Spiel gegen Dingel-stedt (4:3) das Weiterkommen. Im Halbfinale hielt der SV Langenstein II lange mit, ehe Einheit sich nach einem 0:2-Rückstand doch noch klar durchsetzte (6:3). Auch im Endspiel gegen Grün-Gelb Ströbeck hatten die Wernigeröder harte Gegenwehr zu brechen. Nach dem 3:3 (9.) sorgten sie aber mit zwei Toren in der vorletzten Minute für die Entscheidung.

"Wir haben im Vorjahr den Pokal gewonnen, ohne vorher in der Halle trainiert zu haben. Das ist uns in diesem Jahr wieder gelungen. Mehr möchte ich zu der Endrunde nicht sagen", meinte Einheit-Trainer Mario Schmidt. Er hatte aber ein zweites Mal Grund zur Freude, denn sein Sohn Nick wurde mit acht Treffern als bester Torschütze ausgezeichnet. Für die Strö- becker blieben am Ende die Silbermedaillen, zur Freude von Trainer Tino Liebscher. "Wir konnten uns nach der Auftaktniederlage steigern und haben immer mehr zu unserem Spiel gefunden", stellte der Coach der Grün-Gelben erfreut fest.

Das kleine Finale gewann zuvor der Hessener SV gegen die Zweite vom SV Langenstein klar mit 4:0. Trotzdem war HSV-Trainer Andreas Weiß nicht zufrieden. "Bei uns lief gar nichts. Wir haben die spielerischen Akzente vermissen lassen, es war mehr drin", so sein nüchternes Fazit.

Mit der Siegerehrung endete der in jeder Beziehung stimmungsvolle Fußballnachmittag. Jürgen Mangott und Daniel Robinson vom Hauptsponsor und Namensgeber des Wettbewerbs überreichten den Mannschaften die Pokale, Medaillen und Urkunden.

Turnierleiter Lothar Allwardt dankte abschließend den Schiedsrichtern und allen Helfern im Kampfgericht für ihre Arbeit. "Das Turnier war besser als im Vorjahr, die Stimmung war einwandfrei. Vor allem die Timmenröder sind immer dicke da. Die Mannschaften aus der Harzklasse haben mit den anderen gut mitgehalten. Die beiden Roten Karten brauchten nicht zu sein, die Spieler haben sich allerdings hinterher entschuldigt", so Allwardt.

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