Blankenburg (fbo) l Der Blankenburger FV hat sich mit einem 2:0-Auswärtssieg bei einem direkten Konkurrenten um einen oberen Mittelfeldplatz, Germania Wulferstedt, auf den siebten Tabellenplatz verbessert.

Nach dem 1:0-Erfolg gegen Atzendorf vor einer Woche wollte das Team von Trainer Matthias Fieberling auch beim Fünften mindestens einen Punkt mitnehmen. "Wir wollten hinten sicher stehen und sehen, was nach vorne möglich ist", beschrieb Fieberling die taktischen Vorgaben. Gegner Wulferstedt operierte zumeist mit langen Bällen, aber auch den Gästen fehlten im ersten Abschnitt zündende Ideen. Wulferstedt hatte nach rund zehn Minuten seine beste Möglichkeit, als über rechts geflankt wurde und der anschließende Kopfball aus knapp neun Metern über das Gehäuse von Keeper Daniel Robinson ging. Mehr vom Spiel und mehr Ballbesitz hatte der BFV. Allerdings wurde zu kompliziert agiert. Der entscheidende Abschluss kam nicht zustande. So sahen die über 130 Zuschauer ein zerfahrenes Spiel. "Auf dem holprigen Geläuf war an sehenswerten Fußball aber auch nicht zu denken", fasste der BFV-Coach die ersten 45 Minuten zusammen. In der Kabine sprach Fieberling die fehlenden Ideen in der Offensive an: "Vielleicht können wir Nadelstiche nach vorne setzen, immer vorausgesetzt, wir stehen defensiv sicher."

Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff folgte prompt der erste von zwei "Nadelstichen". Nach einer Flanke von links schob Dennis Mzyk den Ball an Germania-Keeper Sebastian Sievers vorbei (56.). Nur eine Minute später folgte der zweite BFV-Treffer. Das Leder wurde im Mittelfeld erkämpft und Marcus Schwarzenberg passte auf Robert Matznick. Der wiederum bediente Yunus Leventyüz - 0:2. Innerhalb von 60 Sekunden hatten die Gäste einen komfortablen Vorsprung erreicht. Es blieb aber noch mehr als eine halbe Stunde und die Blütenstädter schwächten sich zudem selbst: Marcel Schreiber und Andreas Bartl sahen jeweils Gelb-Rot. In den verbleibenden 20 Minuten löste der BFV diese Aufgabe mit acht Feldspielern "überragend. Wir haben fortan mit zwei Viererketten agiert, trotzdem offensiv was probiert", zeigte sich Fieberling stolz auf die gezeigte Leistung. Germania Wulferstedt operierte weiter mit langen Pässen, ohne Erfolg.

Matthias Fieberling war nach Abpfiff voll des Lobes: "Das war am Ende eine weltklasse Einstellung und somit ein verdienter Sieg. An die kommenden Aufgaben gehen wir jetzt weiter ganz entspannt - wir haben nichts mehr zu verlieren."

Blankenburger FV: Robinson - Schwarzenberg (90.+2 John), Mzyk, Neudek, Friedrichs, Zablinski, Matznick, Pinta (72. Schmidt), Leventyüz, Bartl, Schreiber;

Torfolge: 0:1 Dennis Mzyk (55.), 0:2 Yunus Leventyüz (56.); Schiedsrichter: David Kleist; Zuschauer: 137.