Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den FSV Saxonia Tangermünde wollte die zweite Mannschaft vom VfB Germania Halberstadt die Abstiegsplätze verlassen. Doch es kam anders. Durch einen verwandelten Elfmeter entführten die Gäste aus der Altmark die Punkte.

Halberstadt l Für die Germanen, die mit Andreas Naumann, Sven Seitz, Petrus Baldes, Tobias Meinhardt, Ricky-Djan Okai und Amir Ali Mostowfi sechs Spieler aus dem Kader der Ersten im Aufgebot hatten, begann das Keller- duell denkbar ungünstig. Schon nach vier Minuten zeigte der Schiedsrichter nach einer Attacke von Meinhardt gegen Gödecke auf den Punkt. Werner nutzte diese Chance und verwandelte sicher zum 0:1. Danach übernahmen die Germanen die Initiative und erhöhten das Tempo. Die Angriffs- bemühungen verpufften jedoch, denn die Viererkette der Gäste stand sicher. "Es war schwer, in der gut gestaffelten Abwehr eine Lücke zu finden, es fehlten die Flanken aus dem Halbfeld", stellte Germanias Trainer Torsten Brinkmann fest. Auch das Umkehrspiel und das Pressing waren nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Dadurch hatten es die Tangermünder leicht, die Angriffe der Halberstädter abzufangen. Obwohl sich die Gäste weit zurückzogen, waren sie bei ihren gelegentlichen Vorstößen (31., 33., 44.) stets gefährlich.

In den zweiten 45 Minuten war der Spielverlauf ähnlich. Die Hausherren hatten mehr Ballbesitz, konnten das aber nicht nutzen, obwohl sich durch Seitz (62. Pfosten) und Köhler (73.) zwei gute Möglichkeiten ergaben. Es fehlten aber im Spiel nach vorn die zündenden Ideen. Die Gäste waren dagegen auch weiterhin beim Kontern gefährlich. Dabei konnte sich VfB-Torhüter Neumann bei einem Fernschuss mit einer Klasse-Parade auszeichnen. Letztendlich blieb es bis zum Schluss beim 0:1.

"Eigentlich wollten wir mit dem Sechs-Punkte-Spiel die Abstiegsplätze verlassen, aber eine durchschnittliche Mannschaftsleistung reicht im Abstiegskampf manchmal nicht", so das kurze Fazit von Brinkmann. Zu allem Übel wurde Peter Rumlich auch noch frühzeitig zum Duschen geschickt (80.). Nach einem Foul an ihm holte er den Ball aus dem Seitenaus und wurde, als er auf den Platz zurückkam, von Tangermünder Zuschauern von hinten in die Beine getreten. Als Trotzreaktion warf er den Ball in Richtung dieser Zuschauer und sah dafür vom Unparteiischen die Rote Karte wegen Unsportlichkeit.

VfB Germania Halberstadt II: Naumann - Henneberg (73. Wanka), Baldes, Meinhardt (46. Mostowfi), Rumlich, Rathsack (73. Rentz), Worbs, Köhler, Seitz, Djan-Okay, Hufmüller;

Torfolge: 0:1 Marcel Werner (Foulstrafstoß, 4.); Schiedsrichter: Stefan Nowak; Zuschauer: 41.