Die 10:14-Niederlage gegen den MFBC Leipzig im letzten regulären Bundesliga-Spiel zwingt die Floorballer der Red Devils Wernigerode ins Viertelfinale. Angestrebt hatte man den direkten Weg ins Payoff-Halbfinale.

Wernigerode (mvo/fbo) l Vor dem letzten Bundesliga-Pflichtspiel der Saison war klar, dass die Red Devils im Duell gegen den MFBC Leipzig mindestens einen Punkt holen müssen, um über den zweiten Tabellenrang den direkten Gang ins Playoff-Halbfinale perfekt zu machen. Ebenfalls vorausgesetzt, dass Kaufering im Fernduell gegen Weißenfels verliert. In Bayern lief alles nach Plan, doch die Red Devils wurden ihrer Favoritenrolle nicht gerecht.

Nach der herben Niederlage in der Vorwoche gegen Berlin gerieten die Roten Teufel vor Beginn der Playoffs auch gegen Leipzig "unter die Räder". "Kurz vor den Playoffs sind wir in einer kleinen spielerischen Krise. Wir haben nun eine Woche Zeit, uns zu sortieren und die Fehler aufzuarbeiten. Mit einer starken Leistung im Playoff-Viertelfinale gegen den TV Lilienthal können wir uns gemeinsam ins Halbfinale kämpfen", so Devils-Coach Peter Gahlert kämpferisch.

Im Spiel gegen den MFBC Leipzig machten die Red Devils erneut wie gegen Berlin im ersten Drittel viele einfache Fehler. Die starke Leipziger Reihe, mit drei finnischen und einem tschechischen Spieler, nutzte dies gnadenlos aus und erzielte in diesem Spiel zwölf von 14 Leipziger Toren. Nach der schnellen Führung des MFBC konnte Juha-Pekka Kuittinen prompt ausgleichen, doch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs zog Leipzig auf 4:1 davon.

Die Red Devils agierten in dieser Phase und auch im weiteren Spielverlauf nicht kompakt genug, so boten sich den Hausherren viele Lücken. Zu Beginn des zweiten Drittels erhöhte Leipzig auf 5:1, doch Tommy Löwenberg konterte nur wenige Sekunden später mit dem zweiten Treffer der Harzer. Kurz darauf zog Leipzig mit zwei Treffern auf 7:2 davon, Tom Niederlein, Robert Müller und Joni Liikanen stellten binnen vier Minuten den Anschluss wieder her.

Anstatt nachzulegen, kam der MFBC Leipzig in den verbleibenden Minuten des zweiten Durchgangs zu drei weiteren Toren. Somit gingen die Red Devils mit einem 5:10-Rückstand in die zweite Pause.

Bereits zuvor im zweiten Abschnitt sorgten die eingewechselten Spieler Bastian Einecke und Johannes Nowak für frischen Wind. Im dritten Abschnitt kamen mit Tom Fiedler und Nico Severin weitere Nachwuchsspieler zum Zuge. Allesamt zeigten eine ordentliche Leistung und sind Ausdruck für den eingeleiteten personellen Umbruch und die damit verbundene Verjüngung des Teams. An Motivation und Willen scheiterte es folglich auch im dritten Abschnitt nicht: Mit einem lupenreinen Hattrick schoss Vojta Krupicka die Red Devils innerhalb von drei Minuten auf 8:10 heran. Leipzig zeigte sich wenig beeindruckt und antwortete seinerseits mit vier Toren zur 14:8-Führung. In den verbleibenden sechs Minuten verkürzten Robert Müller und Vojta Krupicka zum 10:14, doch mehr war an diesem Tage nicht drin.

Nun wird mit Beginn der Playoffs am Sonnabend alles auf Null gestellt. Es ist weiterhin alles möglich, doch die Red Devils müssen vor dem Playoff-Viertelfinale schleunigst zu alter Stärke zurück finden. Vielleicht kommen dabei die zusätzlichen Spiele gegen Lilienthal - anstatt drei Wochen Pause - gerade recht, um in der entscheidenden Phase der Saison nochmal an Fahrt aufzunehmen.

Red Devils: Blume, Severin - Einecke, R. Müller, Weiß, Fiedler, Liikanen, Krupicka, Schaberich, Löwenberg, Kuittinen, Bothe, Mildner, Mertens, P. Müller, Nowak, Krüger, Niederlein.

Torfolge: 1:0 (02:59) Atte Ronkanen, 1:1 (03:03) Juha-Pekka Kuittinen, 2:1 (07:12) Henrik Koivistoinen, 3:1 (13:45) Henrik Koivistoinen, 4:1 (16:45) Atte Ronkanen, 5:1 (20:36) Henrik Koivistoinen, 5:2 (21:08) Tommy Löwenberg, 6:2 (21:37) Henrik Koivistoinen, 7:2 (25:26) Martin Stvan, 7:3 (26:59) Tom Niederlein, 7:4 (30:15) Robert Müller, 7:5 (30:42) Joni Liikanen, 8:5 (31:09) Atte Ronkanen, 9:5 (38:51) Henrik Koivistoinen, 10:5 (39:24) Toni Lehtinen, 10:6 (42:17) Vojta Krupicka, 10:7 (42:31) Vojta Krupicka, 10:8 (45:22) Vojta Krupicka (Juha-Pekka Kuittinen), 11:8 (47:58) Henrik Koivistoinen, 12:8 (50:25) Atte Ronkanen, 13:8 (52:09) Henrik Koivistoinen, 14:8 (53:41) Ingmar Penzhorn, 14:9 (54:12) Robert Müller, 14:10 (58:43) Vojta Krupicka.