Mit einem 2:1-Heimsieg über Schlusslicht Grün-Weiß Potzehne hat Landesligist Germania Halberstadt II den Anschluss zum rettenden Ufer hergestellt.

Halberstadt l Mit einem Spiel weniger als die Konkurrenz stehen die Chancen auf den angestrebten Klassenerhalt derzeit wieder richtig gut. Die direkten Tabellennachbarn aus Tangermünde, Magdeburg und Aschersleben ließen Federn, gleichzeitig vergrößerte der VfB den Abstand zu den beiden Kellerkindern aus Möringen und Potzehne. Für die grün-weißen Gäste scheint der Klassenverbleib indes nur noch theoretisch möglich.

Vor dem Anpfiff hatte Trainer Torsten Brinkmann gewarnt, den Gegner nicht zu unterschätzen. Immerhin hatte der SV gegen Irxleben und Ottersleben zuletzt gepunktet. Die falsche Einstellung dem Kontrahenten gegenüber hatte Germania bereits gegen Tangermünde wichtige Punkte gekostet. In der Tat präsentierten sich die Altmärker kämpferisch top. Völlig unbefangen hielten die Potzehner gegen das qualitativ besser besetzte Halberstädter Team dagegen. Germania hatte mehr Spielanteile und Ballbesitz, die Gäste machten es der Brinkmann-Elf aber enorm schwer. Wie schon gegen Tangermünde gerieten die Vorharzer in Rückstand. Nur per Foulspiel konnte der VfB einen Konter des SV beenden. Den fälligen Freistoß setzte Kapitän Nico Wehrmeister in die Maschen. VfB-Torwart Daniel Holtzheuer sah dabei nicht glücklich aus, er hatte vorher auf eine andere Richtung des Leders spekuliert.

Danach verpuffte aus Sicht der Germania viel, auch weil Potzehne tief stand, sich zurückzog. Die Durststrecke beendete der VfB in den verbleibenden zehn Minuten der ersten Halbzeit. Das erlösende Ausgleichstor erzielte Max Worbs, nachdem er von Ricky Djan-Okai maßgenau bedient wurde, wenige Minuten vor dem Seitenwechsel.

Nach Wiederanpfiff sollte Germania das Umkehrspiel ankurbeln. "Das war bis dato zu langsam", beschrieb Brinkmann. Mit einem Doppelwechsel, für Rathsack kam Rentz und für Hilgenberg Helmholz, sollte die linke Angriffsseite belebt werden. Es blieb aber weiterhin recht "schwere Kost", was beide Seiten fabrizierten. Die Gäste blieben vor allem per Konter und Standard gefährlich. Wirklich Zwingendes fehlte sowohl auf Halberstädter, als auch auf Potzehner Seite. Es blieb eine zweikampfbetonte Partie, in der folglich ein Foul für die Entscheidung sorgte. SV-Keeper Patrick Schmidt stoppte Florian Köhler in einer 1-1-Situation als letzter Mann. Der VfB-Kapitän trat selbst zum Elfmeter an und traf - 2:1.

In einer strittigen Szene, Helmholz hatte gefoult, forderten die Altmärker ihrerseits einen Strafstoß. Der Unparteiische ließ jedoch weiter laufen. Das Fazit des Trainers: "Wir haben den Grundstein für eine bessere Ausgangslage gelegt", so Brinkmann, "jetzt haben wir es mit einem Spiel weniger selbst in der Hand. Jedoch: Die kommenden Gegner werden nicht einfacher, es kommen andere Kaliber".

VfB Germania II: Holtzheuer - Baldes, Neef, Mostowfi, Wersig, Rathsack (46. Helmholz), Worbs (87. Henneberg), Djan-Okai, Köhler, Hilgenberg (46. Rentz), Hufmüller;

Torfolge: 0:1 Nico Wehrmeister (17.), 1:1 Max Worbs (41.), 2:1 Florian Köhler (FE, 69.); Schiedsrichter: Steffen Reise; Zuschauer: 38.