Blankenburg (ige) l Wiederum mit einer Niederlage im Gepäck haben die Bezirksliga-Handballer der SG Stahl Blankenburg die Heimreise aus Thale antreten müssen. Als positive Erkenntnis bleibt trotz der 25:35-Niederlage bei der SpG Thale/Westerhausen, dass die Blütenstädter ohne drei Stammspieler eine Halbzeit guten Handball spielten.

Den besseren Start erwischten die Gäste, eine 3:1-Führung konnte die SpG Thale/Westerhausen erst nach zehn Minuten ausgleichen. In dieser Phase übertrafen sich beide Mannschaften im Auslassen von Torchancen. Zuerst fanden die Hausherren den Spielfaden zurück. Besonders das schnelle Umschalten bereitete den Stahl-Spielern einige Probleme. Die kleinen und schnellen Spieler des Gastgebers entwischten den Blankenburgern ein ums andere Mal.

Dennoch gelang es Stahl, den Rückstand in Grenzen zu halten. Immer wenn die Gäste schnell kombinierten, fanden sie auch die Löcher in Thales Abwehr. Die 14:11-Halbzeitführung der Bodestädter bedeutete noch keine Vorentscheidung, so kamen die Malter-Schützlinge hochmotiviert aus der Pause.

Besonders das körperlose Abwehrverhalten sollte im zweiten Spielabschnitt deutlich verbessert werden. Im Angriff wurde noch einmal an die Geduld appelliert und mehr Bewegung gefordert. Doch wie so oft in dieser Saison, kam es wieder ganz anders. Drei schnelle Tore der Hausherren zum 17:11 warfen alle Pläne der Blankenburger über den Haufen. Auch durch eine Auszeit konnte der Sturmlauf der Hausherren nicht gestoppt werden. Nochmals fünf Tore am Stück zum 23:14 - und die Partie war gelaufen. Besonders im Punkt Schnelligkeit und Reaktionsvermögen waren die Thalenser in dieser Phase eindeutig überlegen. Die Fehler der Blankenburger wurden eiskalt bestraft und so machte sich trotz Motivation von außen Resignation breit. Auf beiden Seiten wurde in der Schlussphase munter durchgewechselt, am Ende siegten die Hausherren mit zehn Toren Vorsprung.

Während die SpG Thale/Westerhausen nach diesem Sieg nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat, verbleiben für die SG Stahl noch fünf Endspiele um den Klassenerhalt. "Heute war deutlich mehr drin. Leider hat uns das Fehlen einiger Stammkräfte deutlich geschadet. Insgesamt geht der 35:25-Sieg der Thalenser aber in Ordnung, weil sie die bessere Spielanlage hatten und auch cleverer spielten. Schade, dass die Schiedsrichter einen ,rabenschwarzen Tag` erwischt hatten, so viele Fehlentscheidungen sind für kein Handballspiel gut," resümierten die Stahl-Trainer.

Stahl Blankenburg: Lösche, Fickenwirth - Fricke, Gebauer (3), Flor, Kalinowsky (2), Walter (8), Pökel (5), Wenzel (1), Gaßmann (2), Czieschelski, Anders, Dieterich (4).