Ilsenburg l Im Oschersleber Bewos-Sportzentrum verschliefen die Harzer Gäste komplett die Startphase. Nach wenigen Minuten hieß es für den noch gegen den Abstieg spielenden LSV bereits 5:0. Grund dafür war aus Sicht des HVI auch das strenge Kleberverbot: "Das war ein großes Problem, auch wenn wir vorher ohne Haftmittel trainiert hatten", so Trainer Michael Löwe. Mitte der Halbzeit reagierte der HVI-Coach mit einer Auszeit. Zwar lagen die Gastgeber beim 10:4 noch immer deutlich vorne, im weiteren Verlauf kämpften sich die Ilsenburger aber Tor um Tor heran. Beim 15:13 zur Pause waren die Harzer wieder in Schlagdistanz. Dennoch: "Unsere Deckung war enttäuschend - 26 Fehlwürfe sind zu viel", so Löwe kritisch. Auch den LSV-Kreisläufer bekam man nicht in den Griff.

Aber der HVI blieb weiter am Drücker, denn nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff leuchtete das 16:16 auf der Anzeigetafel. Der HVI schaffte es in dieser Phase sogar, den Spieß gänzlich zu drehen, legte mit 17:16 vor (35.). Danach folgte aber wieder ein Bruch: Bis auf 27:20 zogen die Klein Oschersleber davon, diesmal war das vorentscheidend. "Es wäre vielleicht mehr möglich gewesen", beschrieb Löwe, aber beim 28:25 eine Minute vor dem Ende war abrupt Schluss. Beim Konter wurde Linksaußen Eric Kunze sehr unsanft gefoult, musste mit Verdacht auf Halswirbelverletzung ins Krankenhaus. "Es hätte böse ausgehen können", blickte Löwe noch immer schockiert zurück. Der Verdacht bestätigte sich zum Glück nicht, so dass Kunze diese Woche seinen geplanten halbjährigen Australien-Aufenthalt starten kann. Danach ließ der HVI die restliche Zeit verstreichen, nahm den Ball nicht mehr in die Hand.

Am Donnerstag geht`s zum Nachholspiel nach Biederitz.

HV Ilsenburg
: Geisler, Homann - Eckhardt (8/4), Sadowski (2), Fiebig (3), Zakravsky, Kunze, Kays, Kausch (3), Müller (3), Hausmann (6), Scharun, Dörge;

Zeitstrafen: LSV 3, 1 x Rot (Florian Becker, 60.), HVI 8; Strafwürfe: LSV 5/4, HVI 5/4.