Blankenburg l Als Höhepunkt der Saison im Erwachsenenbereich veranstalte der Volleyballverband Sachsen-Anhalt gemeinsam mit dem VC Bitterfeld-Wolfen und dem Sparkassenverband Sachsen-Anhalt die Landespokal-Endspiele der Damen und Herren. Die Finalpartien versprachen hochklassigen Volleyball, schließlich standen sich in beiden Endspielen die derzeit besten Mannschaften des Landes Sachsen-Anhalt gegenüber.

Der Regionalligist Blankenburger Volleyballfreunde traf auf den hohen Favoriten aus der 3. Bundesliga, SV Pädagogik Schönebeck. Die Schönebeckerinnen bestimmen seit Jahren das Niveau in Sachsen-Anhalt und halten die Farben des Landesverbandes mit Erfolg in der 3. Bundesliga hoch. Großes Erstaunen herrschte demzufolge bei den zahlreichen Zuschauern und Ehrengästen, als das Team aus dem Harz völlig unbekümmert und mit viel Herzblut dem Favoriten von Beginn an unter Druck setzte. Die großen Schwachstellen der Vergangenheit, wie Feldabwehr und Aufschläge, wurden in den beiden ersten Sätzen zur Trumpfkarte des Funk-Sechsers. Und mit guter Blockarbeit wurde der gegnerischen Angriff entschärft. Zwei glatt gewonnene Sätze der Blankenburger VF mit jeweils 25:18 machten auch die gegnerischen Trainer sprachlos.

Als sich dann im dritten Satz einige Fehler bei den Aufschlägen und im Spielaufbau einschlichen, erwachte der Gegner und witterte seine Chance. Somit ging auch dieser Durchgang recht klar mit 25:17 an das favorisierte Pädagogik-Team. Doch gerade Spielerinnen wie Elisa Haug, Viktoria Lambrecht, Katharina Gent oder Desirée Clemens, die im verlorenen dritten Satz mehr Tiefen als Höhen hatten, waren im vierten Satz wieder voll da. Mit einer starken Teamleistung bauten die Blütenstädterinnen ihren Vorsprung ab Mitte des vierten Satzes aus - der Pokal war zum Greifen nah.

Doch Schönebeck kämpfte und das BVF-Team zeigte kurzzeitig Nerven, als der Gegner zum 23:23 ausglich. Genau in dieser schwierigen Phase übernahm die wohl beste Spielerin in der Halle, Natalie Heinold, die Verantwortung und dominierte einen Schnellangriff ins gegnerische Feld. Wenige Sekunden später wurde der erste Matchball nach starkem Aufschlag von Viktoria Lambrecht zum Pokalsieg genutzt. Damit errangen die Blankenburger Volleyballfreundinnen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Landespokal - und das nach dem Spielverlauf in allen Belangen verdient.

Nach einer ausgelassenen Feier in der Kabine verfolgten die Blankenburgerinnen aus einer VIP-Lounge das anschließende Finale der Herren. Hier wurde der gastgebende Zweitligist VC Bitterfeld-Wolfen gegen den Regionalliga-Meister und Aufsteiger zur 3. Bundesliga, USC Magdeburg, seine Favoritenrolle gerecht und sicherte mit einem 3:0-Erfolg den Landespokal.

Blankenburger VF: Heinold, Weiß, Lambrecht, Bock, Gent, D. Clemens, Goes, Haug, Kubik.